"Stauffenberg" ist ein Favorit
Öffentlich-rechtliche Sender dominieren Grimme-Nominierungen
Marl. Bei den Nominierungen zum 41. Adolf-Grimme-Preis dominieren erneut die öffentlich-rechtlichen Sender. Von den 55 Vorschlägen der Jury für die begehrte deutsche Auszeichnung gingen nur sieben an private TV-Kanäle. Auf der Liste stehen unter anderem die Komiker Hape Kerkeling und Olli Dittrich, die Schauspielerinnen Corinna Harfouch, Katharina Thalbach und Martina Gedeck sowie der Regisseur Dominik Graf sowie die Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller und Thomas Schadt. Auch die ARD-Filme "Stauffenberg" und "Spiele der Macht - 11011 Berlin" sowie Edgar Reitz' Epos "Heimat 3" (ARD) und der "Tatort - Herzversagen" (mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf) kamen in die Endauswahl.
Preis-Referent Ulrich Spies bezeichnete gestern in Marl im Rückblick auf das TV-Jahr 2004 zahlreiche neue Fernsehformate vor allem aus dem Ausland als "ideenlos, lieblos kopiert und schlecht angepaßt" an das deutsche Publikum. Trotzdem habe das vergangene, eher durchschnittliche Fernsehjahr auch herausragende Einzelleistungen geboten. Erneut bemängelten die Medienexperten die schlechten Sendeplätze für Qualitätsprogramme auch bei den Öffentlich-Rechtlichen. Um die 14 Grimme-Auszeichnungen und drei Sonderpreise bewarben sich in diesem Jahr mehr als 650 Produktionen in den Wettbewerben "Information & Kultur", "Fiktion & Unterhaltung" sowie "Spezial". Die Jury nominierte jeweils 13 Beiträge des WDR und von Arte, gefolgt von zwölf Nennungen für das ZDF. Auf RTL, Super RTL und Eurosport entfielen jeweils eine, auf Sat.1 drei und auf Pro Sieben zwei, wobei sich die beiden Letztgenannten eine Nominierung teilen. Die diesjährigen Preisträger werden am 8. März bekanntgegeben, 3sat überträgt die Gala am 18. März.




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