Die Grossmacht im westlichen Mittelmeer
Die Ursprünge Pisas werden von Historikern auf das 7. oder 6. Jahrhundert v. Chr. datiert - als eine griechische Gründung, die später von den Etruskern besiedelt wurde. Der bislang bekannte Hafen der damals noch direkt am Meer gelegenen Stadt diente später den Römern als bedeutender Militär- und Handelsstützpunkt. Im 11. Jahrhundert begann Pisa, seinen Einfluss auf das gesamte westliche Mittelmeer auszudehnen.
Nicht zuletzt dank reicher Beute aus dem ersten Kreuzzug (1096-99) blühten Handel und Gewerbe; Baumeister, Bildhauer und Maler erbrachten herausragende, in ganz Europa anerkannte Leistungen. Eine vernichtende Niederlage der pisanischen Flotte gegen die Genuesen im Jahre 1284 beendete die Großmachtstellung Pisas. Anfang des 15. Jahrhunderts geriet es unter die Herrschaft von Florenz. Doch sorgten in der Folgezeit die Medici dafür, dass in Pisa weiterhin große Bauvorhaben wie Brücken und Kanäle verwirklicht wurden. Seit dem 16. Jahrhundert war Pisa Teil des Großherzogtums Toskana und wurde von Florenz aus regiert - bis zur Einigung Italiens 1859.




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