Dienstag, 14. Februar 2012, 23:05

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Kultur & Live

Drei Stunden bis nach "Westerland"

Hamburg. Wenn die La-Ola-Welle schon Minuten vor Konzertbeginn durch die Color-Line-Arena schwappt, dann kann das nur eines bedeuten: Die Ärzte - "aus Berlin!" - sind in der Stadt.

Ein halbes Jahr nach dem letzten ausverkauften Arena-Konzert waren am Mittwoch schon wieder 12 000 Fans der "besten Band der Welt" gekommen, um Farin Urlaub, Rod Gonzales und Bela B. zu huldigen.

Und die drei Punk-Doktoren ließen keine Wünsche offen. Im Vergleich zum letzten Gig wurden die Verstärker noch weiter aufgerissen und hauptsächlich derbe Rocker auf die Setlist gehoben. "Nicht allein", "Radio brennt", "Alleine in der Nacht", "Wieder da". Sogar ruhigere Songs wie der "1/2 Lovesong" knallten wie die viel zitierte Abrissbirne ins weite, völlig ausrastende Rund. Quer durch die Ärzte-Historie tobte der Saal weiter zu "Blumen", "Dinge von denen", "Unrockbar" . . ., bis die Ärzte erneut mit einem Akustik-Teil langweilten. "Zitroneneis"? "Frankenstein"? Diese Klassiker kannten die wenigsten aus dem sehr jungen Publikum. "Hamburg schweigt!" erkannte Bela entsetzt. Zeit also für das Trio, die Hit-Keule zu schwingen mit "Westerland", "Zu Spät" und dem selten gehörten Outro "Erna P.". Versöhnt schleppte sich Hamburg nach fast drei (!) Stunden Rock-Vollversorgung zur S-Bahn.tl

 

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