Vorstellung
"Fürst Igor"-Premiere an der Hamburgischen Staatsoper
Großformatige Bilder zu mitunter großartiger Musik. Neben beeindruckender Chor-Szenen gefiel auch Andrzej Dobber in der Titelrolle.
Hamburg. Die Saison 2012/13 der Hamburgischen Staatsoper eröffnete Hausherrin Simone Young plakativ: mit Borodins "Fürst Igor", einer Spielplan-Rarität über einen ruhmreichen russischen Herrscher, die vor lauter patriotischer Begeisterung über das historische Thema sehr viel mehr in die Breite geht als in die Tiefe. Im April hatte die von David Pountney opulent bebilderte Koproduktion mit den Züricher Opernhaus Premiere in der Schweiz; die Hamburger Version mit einer komplett eigenständigen Besetzung geriet zum einhellig gefeierten musikalischen Erfolg für die großformatige Herausforderungen liebende Dirigentin, ihr Ensemble und ihr Orchester.
Nach einigen Anlaufschwierigkeiten der Philharmoniker, offenbar immer noch unvermeidlich, steigerte sich dieser Teil der Inszenierung beachtlich. Neben den großen, statisch angerichteten Chor-Szenen gefielen auch Andrzej Dobber in der Titelrolle und Dovled Nurgeldiyev (Wladimir). Unangefochtene Sopranistin der Herzen war am Premierenabend Veronika Dzhiovea als Fürstin Jaroslawna. An diesem Sonntag geht es an der Dammtorstraße klassisch-russisch weiter: mit "Nijinsky-Epilog", zwei Choreographien von Ballett-Chef John Neumeier beginnt dessen 40. Spielzeit.
Eine ausführliche Kritik zu "Fürst Igor" lesen Sie in der Montag-Ausgabe vom Hamburger Abendblatt.















