Hamburg-Premiere im Thalia-Theater
Mummenschanz verzauberte mit einer Magie ohne Worte
Riesige Hände, raschelnde Riesen und tanzende Röhren: Das Figurentheater zeigte sich mit seinem Best-Of zum 40. Jubiläum poetisch und vielseitig.
Hamburg. Es war ein Abend, an dem Erwachsene wieder Kind sein konnten. Und an dem Kinder erleben durften, dass aus einfachsten Mitteln, aus Knete, Papier, Plastik und Folie, eine magische Welt entstehen kann. Eine Welt, die keine Soundeffekte, keinen Computer und kein Handy braucht.
Zwei Stunden lang verzauberte das Schweizer Figurentheater Mummenschanz am Donnerstagabend bei der Hamburg-Premiere seines Best-Of-Programms das Publikum im ausverkauften Thalia-Theater. Bis Sonntag noch zeigen die vier Darsteller ihre Poesie der Stille, die sie in den vergangenen 40 Jahren zu ihrer reduzierten Perfektion geführt haben. Ganz leise war es im Saal allerdings nie. Denn die Reaktionen auf die sehr intuitiven Nummern kamen von Herzen und unmittelbar: Kichern, Giggeln, Lachen, "Ohhhs" und "Ahhhs".
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Eine riesige Hand knuddelte da eine Zuschauerin. Unförmige Sofakissen erhielten durch kleinste Bewegungen menschliche Züge. Klopapierrollen erzählten Blatt für Blatt von großen Gefühlen. Papierne Gesichter versuchten sich zu küssen. Raschelnde Riesen trafen sich zum Ringkampf. Aus Leuchtstäben entstanden höchst lebendige Strichmännchen.
Der Kreativität scheinen bei Mummenschanz keine Grenzen gesetzt. Und oft genug fragte sich der Betrachter, wo in den gummiartigen Kraken, sich biegenden Röhren und tanzenden Geschöpfen überhaupt noch die Akteure stecken können. Es war ein Abend, der einen Staunen ließ.
Mummenschanz Do 16.8. + Fr 17.8. (jew. 20.00), Sa 18.8. (15.00 + 20.00), So 19.8. (18.00), Thalia-Theater (S/U Jungfernstieg), Alstertor 1, Tickets von 28,15 bis 62,-; Infos im Internet: www.mummenschanz.com
















