Wagner-Museum
Vor Haus Wahnfried rollen die Bagger
Vor Richard Wagners einstigen Wohnhaus fahren die Baumaschinen vor. Die umstrittene Sanierung und Erweiterung des Hauses Wahnfried beginnt.
Bayreuth. Es ist lange kontrovers diskutiert worden, doch nun haben am Richard-Wagner-Museum in Bayreuth die Bauarbeiten für die Sanierung und Erweiterung begonnen. Vor dem Haus Wahnfried, der einstigen Wohnstätte des Komponisten Richard Wagner (1813-1883), stehen nun Baumaschinen und Absperrgitter. Nach Museumsangaben wurden in einem ersten Schritt die Sandsteine der Treppen vor dem Haus abgebaut und zwischengelagert. Dann soll der Bau trockengelegt werden.
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Die Bauarbeiten sollen insgesamt rund 15 Millionen Euro kosten. Der Freistaat Bayern hat bereits bis zu vier Millionen Euro zugesagt, weiteres Geld kommt beispielsweise vom Bund und von der Stadt Bayreuth.
Die Pläne zur Sanierung und Erweiterung sind umstritten, zumal eine Wiedereröffnung des Museums im kommenden Jahr zum 200. Geburtstag Wagners zeitlich nicht zu schaffen ist.
Die Wagner-Urenkelin Iris Wagner hatte heftig gegen die Pläne gewettert, nahe dem Grab des Komponisten im Garten des Hauses ein Café einzurichten. Die Stadt hat die Planungen inzwischen geändert. Zudem gab es lange Unklarheiten, wer die Folgekosten und mögliche Mehrkosten zu tragen hat.
Das Haus Wahnfried ließ Wagner zwischen 1872 und 1874 errichten. Bis 1973 hatte die Familie Wagner das Gebäude im Besitz, dann ging es über an die Stadt Bayreuth. Die Kommune stellte es dann der Richard-Wagner-Stiftung als Museum zur Verfügung. (dpa)
















