Musical
"High Fidelity": Publikumserfolg mit Vinyl in Hamburg
Die erstmalige Umsetzung von Nick Hornbys Roman als Musical auf einer Profibühne kam sehr gut beim Publikum im Altonaer Theater an
Hamburg. "Mir gehört der letzte Plattenladen dieser Erde - die letzte Enklave des guten Geschmacks", sagt Rob (Siegmar Tonk) und schlürft seinen Kaffee. In schlurfiger Haltung und ausgeleiertem Ringelshirt steht der langhaarige Vinyl-Freak an der Rampe und erzählt dem Publikum aus seinem wenig erfolggekrönten Leben: Soeben von seiner Freundin, der Anwältin Laura (Katharina Vogel), verlassen, lässt er dabei mittels Popsongs die "Top Five" seiner verflossenen Lieben Revue passieren.
Die berühmte Geschichte aus Nick Hornbys Kultroman "High Fidelity" von 1995 hat am Sonntagabend im Altonaer Theater in Hamburg erstmals auf einer deutschen Profibühne als Musicalversion Premiere gefeiert. Das Publikum bejubelte die zweieinhalbstündige Inszenierung von Franz-Joseph Dieken, in der ein zehnköpfiges junges Ensemble in Szeneklamotten intensiv singt und tanzt. Die musikalische Leitung des Stücks von David Lindsay-Abaire mit den Songs von Tom Kitt und Amanda Green haben Matthias Kloppe und die renommierte Jazzsängerin Ulita Knaus.
Im schlichten Bühnenbild (Ausstattung: Jörg Kiefel) mit bunten LP-Covers an der Wand erstehen nicht nur die Beziehungskisten Robs, sondern auch die jüngere Popgeschichte. Im Jahr 2000 war der Stoff in der Verfilmung durch Stephen Frears auch ein internationaler Kinoerfolg, 2006 kam er an den Broadway. (dpa)















