Hip-Hop
Spektrum-Festival: Neu und gut und überhaupt
Das Spektrum-Festival auf dem Gelände des Dockville feierte Hip-Hop in allen Formen. Die Besucher waren begeistert. Und die Sonne schien auch.
Hamburg. Für ein neues Konzept und dafür, dass der Hamburger "Sommer" bislang allen die kalte, feuchte Schulter gezeigt hat, müssten hinter den Kulissen des Spektrum, des neuen Festivals auf dem Dockville-Geländes, das ganz im Zeichen des Sprechgesangs steht, wohl die Korken knallen.
Nicht nur, dass den Großteil des Sonnabendnachmittags und -abends tatsächlich die Sonne schien. Auch Publikum (wichtig) und Künstler (noch wichtiger, gerade wegen ihrer Wechselwirkung mit dem Publikum) zeigten sich überwiegend von der sonnigen Seite.
Zwar mag der Fan des klassischen Hamburger Hip-Hops meckern, dass sich die Menschen vor der Bühne bei Eljot Quent und deren Reminiszenz an die großen Zeiten des hanseatischen Sprechgesangs etwas arg reserviert gaben, beim Enge-Hosen-Rap von Ahzumjot und der ironisch überhöhten Breitseite der Orsons mehr Gas gaben. Aber dank der Beats der DJs auf den anderen Bühnen war man dann doch schnell wieder versöhnt mit den geschichtsvergessenen Jungspunden.
Auch der ironie-gestählte Retrogott samt Plattendreher Hulk Hodn wusste mit cleveren Reimen und einer großen Schaufel Nostalgie-Beats zu begeistern.
Platz für noch mehr Menschen wäre zwar noch gewesen: Aber das Potenzial, das im Spektrum-Festival steckt, wird sicherlich bei den nächsten Ausgaben noch weiter ausgereizt werden.














