Konzert in Hamburg
Ein sehr feines Konzert der Beatsteaks
Die Beatsteaks schaufelten beim ausverkauften Clubkonzert im Docks die Hits raus, als ob es kein Morgen gäbe – 110 Minuten feine Show.
Hamburg. Die beiden Jungs aus Bremerhaven sind schon "'n büschen" aufgeregt. Es ist 21.15 Uhr am Freitagabend und sie sind nicht nur stolz wie Bolle, dass sie Karten für das kurzfristig angesetzte - und innerhalb kürzester Zeit ausverkaufte - Clubkonzert der Beatsteaks im Docks bekommen haben, sie müssen es auch jedem in näherer und fernerer Umgebung erzählen. Dem typischen Hamburger Szenevogel wäre dermaßen zur Schau getragene Vorfreude zwar mehr als unangenehm. Aber es ist schon irgendwie hübsch mit anzusehen.
Zumal die Band schon eine Viertelstunde später damit beginnt, die mal offen gezeigten, zumeist aber etwas cool verdeckten Hoffnungen voll und ganz zu erfüllen.
Der von ihr ausgerufene "Two Drummer Summer" mit zweitem Schlagwerker sorgt für noch mehr Druck als ohnehin in Stücken wie "Hail to the Freaks", "Jane Became Insane", "Let Me In", "Hand In Hand" und "Panic". Auch die Songs von der insgesamt etwas zahmeren "Boombox" wie "Milk and Honey" gewinnen durch Stick-Schwinger Nummer zwei. Und Frontmann Arnim Teutoburg-Weiß ist lauf-, spring- und allgemein alarmfreudig wie eh und je.
Bleibt nach 110 Minuten und so ziemlich allen Hits (plus der exzellenten Coverversionen von "Twist and Shout", "Sabotage" und "A New England") nur zu hoffen, dass sich das Wetter in Cuxhaven beim Deichbrand wieder beruhigt hat und die Beatsteaks dort am Sonnabend genau so eine feine Show auf die Beine stellen können wie in Hamburg. Die beiden Küstenbewohner waren da skeptisch. Sie wollten auf Nummer sicher gehen und ihre Helden lieber im Club als auf der Freiluftbühne sehen.
















