Live
Wiz Khalifas massenkompatible 65 Minuten im Stadtpark
Vor 3000 Zuschauern macht der Amerikaner erschreckend wenig aus seinem Talent. Wobei: "On My Level" trieb die Langeweile aus den Füßen.
Hamburg/Stadtpark. Möchte man es positiv formulieren, könnte man Wiz Khalifa zugute halten, dass er weiß, wie man gute Hooklines schreibt, wie man Songs so zusammenbastelt, dass sie im Ohr hängen bleiben. Man könnte noch anfügen, dass der junge Mann aus Pittsburgh durchaus Flow hat.
Aber: Er macht aus seinem augenscheinlich vorhandenen Talent erschreckend wenig. Die Songs klingen nahezu sämtlich so, als ob sie auf maximale Massenkompatibilität hin geschrieben worden seien; mal abgesehen von den Texten. Denn die drehen sich dann doch zum großen Teil ums Kiffen, um "Money & Hoes", also Geld und - hmja - Frauen. Immerhin warnt er die knapp 3000 Juvenilen im Stadtpark explizit vor anderen Drogen.
+++ Wiz Khalifa: Arme schwenken, Lärm machen +++
Angenehme Ausreißer nach oben gibt es glücklicherweise auch: "On My Level" zum Beispiel brät effektiv die Langeweile aus den Füßen, aus dem Kopf. Aber insgesamt wäre doch erheblich mehr drin gewesen in den erstaunlich kurz bemessenen 65 Minuten.
Und abschließend, nur so als Tipp zur Tat: Kichernd auf einer Bank am Wegesrand zu sitzen, die Tüte kreisen zu lassen und sich alle drei Sekunden hektisch umzuschauen, zählt nicht als unauffälliges Verhalten. (josi)
















