St. Pauli Theater: Premiere von "Mann o Mann"
Midlife-Crisis-Liederabend geriet ein bisschen bieder
Die Show zeigt, dass auch die Herren Probleme mit dem Altern haben. Sie zündet jedoch nicht ganz so wie die Wechseljahre-Revue "Heiße Zeiten".
Hamburg. Den Hamburgern wird ja gerne nachgesagt, sie seien vom Wesen her eher steif als locker. Was auch immer dran sein mag an diesem Klischee: Für Liederabende gilt es nicht. Jüngstes Beispiel: Die Midlife-Crisis-Revue "Mann o Mann", die am Dienstagabend Premiere im Hamburger St. Pauli Theater feierte.
Allerdings zündete der Reigen von Tilmann von Blomberg und Bärbel Arenz unter der Regie von Katja Wolff erst nach der Pause. Dann wurde mitgeklatscht, sich amüsiert. Zuvor kamen so manche der neu betexteten Nummern doch etwas zu bemüht und bieder daher.
+++ "Heiße Zeiten" feierte umjubelte Premiere +++
Und darum geht's: Nach der Wechseljahre-Revue "Heiße Zeiten" sind nun die Männer dran. Die Show zeigt, dass auch die Herren ihre Probleme mit dem Altern haben. Da ist der gestresste Bauunternehmer (Stephan Schill), der Probleme mit seiner 20-jährigen Geliebten hat, der türkische Familienvater (Stefan Gossler), der sich um alles kümmert außer um sich selbst, der kinderlose Lebenskünstler (Alexander Wipprecht) und der Lehrer (Max Gertsch), der von allem die Nase voll hat.
Alle vier Männer haben auf dem Jakobsweg die Orientierung verloren und schütteln sich am Lagerfeuer in der spanischen Pampa das Herz aus.
+++ "Mann o Mann" - Vier Kerle suchen Orientierung +++
Fazit: "Heiße Zeiten" ist die spritzigere Revue, aber auch für die Männer gab es am Schluss sehr viel Beifall. Die Hamburger, sie können durchaus aus dem Häuschen sein.















