Konzert im Docks
Kasabian: Jeden Cent und jedes volle Pfund wert
Die britische Rockband Kasabian aus Leicester überzeugte beim Konzert im Docks 90 Minuten lang mit kreativer, eleganter Kraftentfaltung.
Hamburg. Dass Kasabian beim Konzert am Dienstag im gut gefüllten Docks Dick Dales "Misirlou" covert, passt hervorragend: Das Stück, das durch den "Pulp Fiction"-Soundtrack bekannt wurde, vermittelt genau den Vorwärtsdrang und die Coolness, die auch die britische Band aus Leicester ausmacht. Mutige Frisuren, wenig verlorene Worte, die Musik übernimmt das Reden. Das klingt recht oasig, wenn auch weniger arrogant.
Den Spaß, den Tom Meighan, Sergio Pizzorno, Chris Edwards und Ian Matthews 90 Minuten lang haben, sieht man ihnen jedenfalls an. Mit Songs des aktuellen Albums "Velociraptor!" (2011) wie "Days Are Forgotten", "Let's Roll Just Like We Used To" und "Re-Wired", aber auch mit den länger gedienten Publikumsfavoriten "Take Aim" und "Fire" zitieren sich die Vier gekonnt durch die Pophistorie, von Beat und Blues über klassischen BritPop bis zu Electro-Einflüssen. Harmonisch und doch kantig - elegante, kreative Kraftentfaltung. Very british. Kein Wunder, dass viele englische Fans ihnen aus der Heimat oder von "Rock am Ring" nach Hamburg gefolgt sind. Kasabian ist jeden Cent, jedes volle Pfund wert.
















