Kinostart: 31. Mai
"Bulb Fiction": Vorsicht, Energiesparlampen!
Die Dokumentation "Bulb Fiction" von Christoph Mayr deckt auf, warum Glühbirnen abgeschafft werden und was die Folgen sein könnten.
Wer schon einmal versucht hat, eine programmatisch als Energiesparlampe bezeichnete Kompaktleuchtstofflampe zu kaufen, reibt sich verwundert die Augen. Was bedeuten die Wattzahlen im Vergleich zu früher? Warum sind die Dinger so teuer? Und warum machen sie - Vorsicht! Kellertreppe - nicht sofort Licht? Schon ahnt man ein wenig vom Ausmaß dieses Schildbürgerstreichs, den uns die Bürokraten in Brüssel damit mal wieder gespielt haben.
Dass alles noch viel schlimmer ist, zeigt der Dokumentarfilm von Christoph Mayr. Energiesparlampen enthalten nämlich Quecksilber, und das ist nicht nur ungesund, sondern sogar hochgefährlich. So stellt Mayr gleich zu Beginn einen kleinen Jungen vor, der beim Herumtoben eine Sparlampe zerbrochen hat und kurz darauf schwer an den Quecksilberdämpfen erkrankt ist. Wie konnte es 2009 zum Verbot eines eigentlich alltäglichen und selbstverständlichen Produkts kommen? Wo entsorgt man ausrangierte Energiesparlampen? Warum kontrolliert niemand den erlaubten Quecksilbergehalt pro Birne?
Mayr geht diesen Fragen nach, er hat mit Politikern wie Holger Krahmer gesprochen, einem deutschen EU-Abgeordneten aus Leipzig, der sich bei dem Verbot der Glühbirne an die diktatorische Planwirtschaft der DDR erinnert fühlt. Mit Physikern, Ärzten, Biologen, Greenpeace-Vertretern sowie Besitzern von Elektronik- und Möbelläden. Nicht jeder kommt dabei gut weg, weil einige - wie zum Beispiel der Ikea-Chef - keine Argumente für ihre Unterstützung der Sparlampe finden. Mayrs Haltung ist klar: Bei der Einführung der Energiesparlampe ist gehörig viel schief gelaufen. Und dass Politiker ein wirtschaftliches Produkt verbieten, ist höchstbedenklich.
Bewertung: empfehlenswert
"Bulb Fiction" Deutschland/Österreich 2011, 103 Min., ab 6 J., R: Christoph Mayr, täglich im Abaton; www.bulbfiction-derfilm.com
















