Ausstellung in Hamburg
"Gute Aussichten" – junge Fotografie in den Deichtorhallen
Bis Juni zeigen die Hamburger Deichtorhallen die besten Arbeiten junger deutscher Fotografen – Einblicke in die vielfältigsten Themen.
Hamburg. Ein abgeschlagener Rinderkopf, ein Hochstapler in den USA und deutsche Dorfbewohner: Unter dem Motto "Gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie 2011/2012" zeigen die Hamburger Deichtorhallen von Donnerstag an bis zum 3. Juni die besten Arbeiten junger deutscher Fotografen. Sebastian Lang, Sara-Lena Maierhofer, Johannes Post, Luise Schröder, Miriam Schwedt, Julia Unkel und Franziska Zacharias gehören zu den Gewinnern von Deutschlands bedeutendstem Wettbewerb für Absolventen im Bereich Fotografie. Ihre Bilder gewähren einen Einblick in jene vielfältigen fotografischen Themen, mit denen sich junge Künstler heute auseinandersetzen, teilten die Deichtorhallen am Mittwoch mit.
Eine achtköpfige Jury hatte die sieben Preisträger aus 95 Einreichungen von 36 Institutionen ausgewählt. Sebastian Lang beleuchtet in seiner Arbeit "Behaviour Scan" in dem von der Gesellschaft für Konsumforschung als deutsche Norm eingestuften Dorf Haßloch in der Pfalz den vermeintlich deutschen Durchschnitt. Sara-Lena Maierhofer folgt in ihrem Zyklus "Dear Clark" den Spuren des Hochstaplers Christian Karl Gerhartsreiter und Johannes Post beschäftigt sich in "Inform" mit dem, was wir am Leib tragen: Unsere Kleidung – die Uniform.
Luise Schröder beleuchtet in "Arbeit am Mythos" die beiden großen zerstörerischen Ereignisse in der Stadt Dresden – die Luftangriffe durch die Alliierten vom 13. bis 15. Februar 1945 und die Jahrhundertflut vom August 2002. Ganz dem Zufall verschrieben hat sich Miriam Schwedt in ihrer fünfteiligen, aus 20 Einzelmotiven bestehenden Arbeit ohne Titel. Julia Unkel hat für ihre Arbeit "Im Angesicht" Schlachthöfe und Schlachtereien besucht und dokumentiert in elf Fotografien "das blutige Geschäft der Fleischindustrie ohne jeglichen sichtbaren Kommentar". Franziska Zacharias Arbeiten können "sowohl als Raum wie auch als abstraktes Bild gelesen werden". (dpa)
















