Dresden
Semperoper und Staatsschauspiel kooperieren
Im Jahr 2013 werden beide Häuser voraussichtlich unter dem Namen Sächsische Staatstheater agieren. Dienstag wurde die Belegschaft informiert.
Dresden. Die angekündigte Kooperation zwischen der Semperoper und dem Staatsschauspiel Dresden nimmt konkrete Formen an. Das Kunstministerium bestätigte Medienberichte, wonach beide Häuser voraussichtlich ab 2013 unter dem Namen Sächsische Staatstheater agieren. Am Dienstag wurde die Belegschaft informiert. Semperoper und Staatsschauspiel blieben als Marken erhalten und künstlerisch unabhängig voneinander, sagte die Pressesprecherin der Semperoper, Christine Diller.
Nach Angaben der Intendanzen beider Häuser ist ein zusätzlicher Personalabbau mit der neuen Struktur nicht verknüpft. Die Semperoper plant bei ihrer Konsolidierung ohnehin Stellen abzubauen. Von vormals 877 sollen bis zum Jahr 2022 noch 783 übrigbleiben. Derzeit hat die Sächsische Staatsoper 811 Stellen. "Wenn jemand in den Ruhestand geht, wird nicht neu besetzt", beschrieb Intendantin Ulrike Hessler die Richtschnur.
Im Kern soll es um ein neues Logistik- und Probenzentrum für die beiden Bühnen gehen. Unklar ist bisher der finanzielle Umfang. Hessler zufolge wird die neue Struktur helfen, das seit langem erhoffte Projekt umzusetzen. "Eine Verschlankung bedeutet, dass das Geld ökonomischer eingesetzt werden kann. Personalabbau ist wirklich nicht beabsichtigt", wurde Schauspiel-Intendant Wilfried Schulz zitiert. Die Häuser erhofften sich mehr Planungssicherheit und Effizienz.
Am vergangenen Freitag hatten Semperoper und Staatsschauspiel bekanntgegeben, künftig in Bereichen wie Logistik und Werkstatt, Probebühnen und allgemeine Verwaltung zu kooperieren. Damit wird das hergestellt, was bis zur Wiedereröffnung der Semperoper 1985 schon einmal Praxis war. Danach erfolgte eine "Entflechtung" beider Häuser. (dpa/abendblatt.de)















