Konzert in der Laeiszhalle
Die Geburtstagsparty kam erst spät in Schwung
Das 1992 in Hamburg gegründete Jazzlabel ACT feierte seinen 20. Geburtstag mit einer neunköpfigen Allstar-Band in der Laeiszhalle.
Caecilie Norby, die große Dame des dänischen Vocal-Jazz
Foto: Isak Hoffmeyer/ACT
Hamburg. Die neunköpfige Jazzband, die Labelchef Siggi Loch und Posaunist Nils Landgren zum 20-jährigen Jubiläum der Plattenfirma ACT zusammengestellt hatten, war mit Namen wie Wolfgang Haffner (Schlagzeug), Lars Danielsson (Bass) und Caecilie Norby (Gesang) prominent besetzt. Doch das Resultat, das bei diesem All-Star-Treffen in der gut gefüllten Laeiszhalle herauskam, entsprach nicht ganz den Erwartungen. Erst nach einer Stunde kam die in unterschiedlichen Besetzungen musizierende Band richtig in Schwung, als sie mit "But This Goes In Four" eine Komposition des jungen finnischen Trompeters Verneri Pohjola spielte.
Überhaupt waren die Nachwuchskräfte - neben Pohjola die Französin Céline Bonacina am Baritonsaxofon und der deutsche Pianist Michael Wollny - die herausragenden Solisten des Abends, trefflich unterstützt von der Rhythmusgruppe. Auf die Verbeugungen des vietnamesischen Gitarristen Nguen Lê vor Jimi Hendrix mit "Little Wing" und "Purple Haze", bei denen Caecilie Norby manieriert sang, hätte man getrost verzichten können.





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