Kino-Neustart
"Perfect Sense": Der Verlust der Sinne
Das Science-Fiction-Drama "Perfect Sense" überzeugt. Ein apokalyptisches Szenario und eine Liebe, die dem Zusammenbruch widerstehen will.
"Perfect Sense" ist ein Drama mit Ewan McGregor und Eva Green, in Zeiten einer Epidemie
Foto: dapd
Es beginnt mit einem Gefühl unbestimmter Traurigkeit, dann brechen Menschen auf der Straßen zusammen, tränenüberströmt. Niemand weiß, warum, aber als sie wieder zu sich kommen, haben sie ihren Geruchssinn verloren. Und dabei bleibt es nicht, denn die Seuche, die sich über die ganze Welt ausbreitet, lässt weitere Sinneswahrnehmungen verschwinden. So folgt auf globale Fressattacken der Verlust des Geschmackssinns und auf beängstigende Wutanfälle die völlige Taubheit. Ein apokalyptisches Szenario, zu dessen Beginn die Epidemologin Susan (Eva Green) und der Koch Michael (Ewan McGregor) zueinandergefunden haben. Wird ihre Liebe den völligen Zusammenbruch gesellschaftlicher Strukturen überstehen?
Regisseur David Mackenzie braucht für seine düstere Zukunftsvision kein Special-Effects-Feuerwerk, sondern setzt ganz auf die Kraft des überzeugenden Drehbuchs von Kim Fupz Aakeson. Und auf zwei Hauptdarsteller, die perfekt miteinander harmonieren. Eigentlich beziehungsgestört, nähern Susan und Michael sich angesichts der Katastrophe immer weiter an, finden Halt beieinander und sind gezwungen, die Frage zu beantworten, was eigentlich an menschlicher Essenz bleibt, wenn wir auf unsere Sinneswahrnehmungen nicht mehr zurückgreifen können. Ein bewegender Film, der bei aller Düsternis auch ein wenig Hoffnung spendet.
Bewertung: empfehlenswert
Perfect Sense Großbritannien 2011, 92 Min., ab 12 J., R: David Mackenzie, D: Ewan McGregor, Eva Green, täglich außer So/Mo im Abaton, täglich im UCI Othmarschen; www.senator.de





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