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Kultur & Live

Für Hamburgs Gemeinwohl

Exxonmobil fördert Kultur - heute erhält das Ernst-Deutsch-Theater den Pegasus-Preis.

Hamburg. Pegasus, der geflügelte Schimmel aus der griechischen Mythologie, symbolisiert dichterische Inspiration und schöpferische Kraft. In seinem Zeichen steht das Kulturprogramm von ExxonMobil. Das internationale Unternehmen für Energiestoffe fördert Ausstellungen, Konzerte und Theater in Hamburg. Seit der Spielzeit 1998/99 vergibt ExxonMobil jährlich den mit 35 000 Euro dotierten Pegasus-Preis für die herausragende Jahresleistung eines Hamburger Privattheaters im Spannungsfeld von Qualitätsanspruch, Risikobereitschaft und wirtschaftlichen Zwängen. Das Preisgeld soll helfen, eine außerordentliche Produktion in der folgenden Spielzeit zu realisieren. Für die vergangene erhält heute Abend das Ernst-Deutsch-Theater (EDT) den Pegasus-Preis 2003 bei einem Festakt im Haus am Friedrich-Schütter-Platz. Als Ansporn und Ermutigung, in Zeiten knapper Mittel riskantere Aufführungen wie "Das Urteil von Nürnberg" zu wagen, empfindet EDT-Intendantin Isabella Vertes-Schütter die Auszeichnung. "Diese Anerkennung bedeutet nicht nur speziell für uns, sondern für Hamburgs Privattheater insgesamt eine Stärkung." An der Mundsburg wurde gerade eine neue Theater-"plattform" für Jugendliche eingerichtet. "Unser ,plattform'-Festival im Januar wäre ohne den Preis schwer zu realisieren gewesen." Die Leistung, ein attraktives wie innovatives Programm auf die Bühne zu bringen, um im Wettbewerb bestehen zu können, soll der Pegasus-Preis honorieren. "Wer das schafft", so der Vorstandsvorsitzende Wingolf R. Lachmann, "hat nicht nur künstlerisches, sondern auch unternehmerisches Talent bewiesen." Als erste Privatbühne haben die Kammerspiele unter der Leitung von Ulrich Waller und Ulrich Tukur die vergoldete Pegasus-Trophäe erhalten, bekamen sie 2002 sogar nochmals. Ebenfalls gehören die Hamburger Kammeroper im Alleetheater (2000) und das Altonaer Theater (2001) zu den Preisträgern. Theater ist aber nicht die einzige Sparte, für die sich das Pegasus-Kulturprogramm stark macht. Ohne das Engagement von ExxonMobil wäre die "Gunther Sachs"-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe nicht zu realisieren gewesen. Der Versicherungswert von Objekten der Pop-Ikonen Andy Warhol und Robert Rauschenberg belief sich allein auf 50 Millionen Dollar. Versteht sich, dass Sachs keinen Cent vom Sponsorgeld kassierte und alles an die Versicherungskonzerne ging. Auch die Präsentation der Fotos von Helmut Newton oder der Plakate von Toulouse-Lautrec im selben Haus ermöglichte das stets zurückhaltend sponsernde Unternehmen. Weder nennt es Zahlen, noch nimmt es Einfluss auf die unterstützten Projekte. Zu ihnen zählen auch die traditionellen Frühjahrskonzerte der Jungen Deutschen Philharmonie. Bereits seit 25 Jahren werden sie gefördert. "Als Unternehmen in dieser Stadt sind wir Teil der Gesellschaft", betont Lachmann. "Wir fühlen uns verantwortlich wie ein Bürger, der nach seinen Möglichkeiten einen Beitrag zu Hamburgs Kulturleben und Gemeinwohl leisten will."

 

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