Hamburg

Symphoniker ziehen positive Saisonbilanz

Hamburg. Mit bislang 15 "MusikImPuls"-Aktionen – acht Auftritten und sieben Konzert-Projektionen an ungewöhnlichen Orten der Stadt – haben die Hamburger Symphoniker seit September 2015 rund 35.000 Menschen leibhaftig und über soziale Medien erreicht. Durchschnittlich kamen diese Events auf 350 Besucher, Spitzenreiter war ein Konzert im Alten Elbtunnel vor geschätzten 1500 Menschen. Im Rahmen dieser Zwischenbilanz kündigte Symphoniker-Intendant Daniel Kühnel weitere Musikvermittlungs-Veranstaltungen an, die er als "guten Ansatz in der werdenden Musikstadt Hamburg" bezeichnete. Positiver Nebeneffekt für das Residenzorchester der Laeiszhalle: Die Spielzeit 2015/16, in der die "MusikImPuls"-Initiative begonnen wurde, sei die bislang erfolgreichste gewesen: rund 9500 Besucher mehr als in der Saison zuvor, 23 Prozent Mehreinnahmen aus eigener Tätigkeit.

Den Auftakt macht an diesem Sonntag ein Livestream des Saisoneröffnungskonzerts aus der Laeiszhalle (Werke von Wagner und Strauss sowie Adès' "Totentanz" mit Chefdirigent Jeffrey Tate) ins benachbarte Gängeviertel. Ergänzt wird dieses virtuelle Gastspiel durch eine Tanzperformance in der Gängeviertel-"Fabrique". Weitere Anlaufstellen in den nächsten Monaten sind das Instituto Cervantes und das Knust. Für das Wochenende 3./4. Dezember ist in der Laeiszhalle ein "Festival des Hörens" geplant, u. a. mit Vorträgen und Workshops, bevor dieses Programm mit Bruckners Achter endet.

Bislang ist diese Werbekampagne für das "denkende Orchester" bis Ende der Spielzeit 2016/17 angelegt, die Finanzierung – 742.000 Euro für zwei Jahre – stammt aus Mitteln des Bundes. Ob, wie und von wessen Geld es danach mit der Bemühung um neues und anderes Publikum weitergeht, sei derzeit noch unklar, erklärte Kühnel.

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