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Kultur & Live

Casting bis zum Letzten

Star Search: Die SAT.1-Stars sind gefunden, bei der Konkurrenz hat die nächste Suche schon begonnen.

Hamburg. Es ist vorbei. "Einfach Danke", sagte der zwölf Jahre alte Daniel, frisch gebackener "Star Search"-Gewinner in der Kategorie Music Act bei den Zehn- bis 15-Jährigen. Mehr konnte er nicht über die Lippen bekommen. Das direkte Duell mit Senta-Sofia (13) aus Gifhorn, die zu ihrem Pech einen weniger eingängigen Titel von Faith Hill gewählt hatte, entschied Daniel aus der Oberpfalz mit dem risikolosen "Titanic"-Hit "My Heart Will Go On" für sich. Auch der Comedian Ingo Oschmann profitierte vom Fehlgriff seines Rivalen John Doyle, der so wenig humortaugliche Themen wie die Ermordung John F. Kennedys und einen Flugzeugabsturz gewählt hatte. Die weiteren Gewinner: Maureen Sauter in der Kategorie Model und Teufelsbärtchen Martin Kesici (30) in der Kategorie Music Act ab 16. Als großen Gewinner sieht sich auch SAT.1, das mit 5,64 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 24,6 Prozent sogar den ARD-"Tatort" überholte. Quoten in "stellaren Höhen", wie es auf der Homepage des Privatsenders heißt. SAT.1-Sprecher Andreas Thiemann kündigte schon die Fortsetzung an: ",Star Search' kommt wieder." Wahrscheinlich im Frühjahr 2004. Derweil ist die Konkurrenz hochaktiv. "Popstars", die Mutter aller deutschen Casting-Shows, ist seit gestern mit einem neuen Wettbewerb dabei. In den ersten beiden Staffeln des ProSieben-Formats entstanden aus der Fernseh-Retorte die "No Angels" und "Brosis'". Das Konzept wurde diesmal leicht modifiziert: Bei "Popstars - Das Duell" werden erst eine Boygroup und eine Girlieband aufgebaut, um beim Finale gegeneinander anzutreten. Derweil steht das Erfolgsteam von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) schon in den Startlöchern. Am 3. September beginnt bei RTL die zweite Staffel der bislang erfolgreichsten Casting-Show. Das Finale von DSDS sahen sich am 8. März 12,84 Millionen Zuschauer an. Dass die Quoten noch einmal so hoch werden, erwarten wahrscheinlich nicht einmal die Macher. Doch rasch nachlegen müssen auch sie, denn die Konkurrenz schläft nicht und Wiederholungen locken selten mehr Publikum. Möglicherweise steht das wirklich spannende Duell erst noch bevor: der Showdown der Juroren. Detlef "D!" Soost ("Popstars") jedenfalls hat sich schon vorgewagt: Einer wie Daniel Küblböck wäre bei seinem Casting sofort durchgefallen, sagte er dem "Tagesspiegel". Mal abwarten, was Dieter Bohlen, dem Erfinder des Modern-Media-Talking, dazu einfällt.

 

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