Eutin
Die Eutiner Festspiele stehen wieder ohne Intendanten da
Der Intendant der Eutiner Festspiele, Jörg Fallheier, gibt seinen Rückzug bekannt. Wenig professionelles Umfeld habe die Aufgabe erschwert.
Die Eutiner Festspiele (Archivbild) wurden im historischen Schlossgarten eröffnet
Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb/dpa
Hamburg. Der erst für die soeben zu Ende gegangene Saison engagierte Intendant der Eutiner Festspiele, Jörg Fallheier, hat am Montag seinen Rückzug bekannt gegeben. Erst hatten die Freiluftfestspiele mit der Insolvenz zu kämpfen, dann mit einem starken Besucherrückgang. Gestern legte Geschäftsführer Marcus Gutzeit die Zahlen vor. Die angepeilte Marke von 20.000 Besuchern verfehlten die Festspiele demzufolge um 500 verkaufte Karten, dennoch sei das Ergebnis ausgeglichen.
Die "unglaublich widrigen Witterungsverhältnisse" macht Fallheier, der schon einmal Intendant in Eutin gewesen war, jedoch nicht allein dafür verantwortlich, dass er nun den Bettel hinwirft. In einem Brief schreibt er, seine Aufgabe sei schwierig gewesen, weil "im Umfeld der Festspiele nicht professionelle Theaterleute, sondern ausschließlich engagierte Laien tätig waren".
Dazu zählt offenbar auch das aus der Partnerstadt Lawrence in Kansas angereiste Studentenorchester. Dirigent Rudolf Piehlmayer, der mit dem Orchester "Don Giovanni" und "Hänsel und Gretel" einstudiert hatte, sprach laut "Lübecker Nachrichten" davon, man habe ihm "Äpfel für Birnen verkauft". Ungeachtet der Schelte will man mit dem Orchester auch nächstes Jahr wieder zusammenarbeiten. (HA)





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