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Kultur & Live

Medienunternehmer

Konzert für Leo Kirch bei den Salzburger Festspielen

Sein Einsatz für die klassische Musik soll geehrt werden. Außerdem erwartet die Besucher ein neunstündiger "Faust"-Marathon.

Ein Bild des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch bei seiner Trauerfeier in München. Die Salzburger Festspiele gedenken im mit zwei Konzerten der Wiener Philharmoniker
Foto: dapd

Salzburg/München. Nach dem "Jedermann" zur Eröffnung der Salzburger Festspiele am Mittwochabend nimmt das Programm am zweiten Tag Fahrt auf. Mit einem Konzert der Wiener Philharmoniker gedenken die Festspiele am Donnerstag und am Sonntag (31. Juli) dem verstorbenen Medienunternehmer Leo Kirch. Damit soll sein Einsatz für die klassische Musik besonders geehrt werden. Kirch war am 14. Juli im Alter von 84 Jahren gestorben. Er sei ein langjähriger Partner des weltberühmten Wiener Orchesters und „leidenschaftlicher Förderer der klassischen Musik“ gewesen, gaben die Festspiele am Mittwoch bekannt. Der Münchner Unternehmer hatte 1964 gemeinsam mit Herbert von Karajan (1908-1989) den Vorläufer der Firma Unitel gegründet, um klassische Musik für Film und Fernsehen zu produzieren. Allein mit den Wiener Philharmonikern wurden bis 2002 mehr als 50 Konzert- und 16 Opernaufzeichnungen produziert.

Von Salzburg ins Thalia nach Hamburg

Außerdem erwartet die Besucher der Salzburger Festspiele am Donnerstag ein neunstündiger „Faust“-Marathon. Auf der Perner-Insel in Hallein öffnet sich um 17 Uhr der Vorhang für die Gesamtinszenierung von Goethes „Faust I“ und „Faust II“ in der Regie von Nicolas Stemann. Das Theaterexperiment, bei dem die rund 200 Rollen von nur sechs Schauspielern bewältigt werden, soll - inklusive mehrerer Pausen – bis 2 Uhr nachts dauern. Die Koproduktion mit dem Hamburger Thalia-Theater wird ab September auch in Hamburg zu sehen sein.

Gesamtaufführungen der beiden Teile des klassischen Dramas um Dr. Faust gab es schon öfter. Darin verkauft er dem Teufel Mephisto seine Seele, um in den Genuss aller irdischen Wohltaten zu kommen. Legendär ist die 22 Stunden lange Aufführung bei der Expo 2000 in Hannover mit 35 Schauspielern. (dpa/dapd)

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