Performance-Künstlerin
Mit Laurie Anderson in eine Klang-Bild-Welt schweben
Die US-Performance-Künstlerin Laurie Anderson gastiert mit „Delusion" auf Kampnagel. Videofilme und Geige verschmelzen zu einer eigenen Welt.
Performance-Künstlerin Laurie Anderson
Foto: Juergen Joost
Hamburg.. Ein weißes Sofa, drei Videoleinwände, zwei kleine Computerpulte und mittendrin eine schmale Frau mit kurzen Haaren und einer elektrischen Geige auf der Schulter. Laurie Anderson ist Erzählerin, Sängerin und Violinistin in einer Person. „Delusion“ heißt die Performance, in der die Amerikanerin gestern Abend auf Kampnagel gastierte (einen zweiten Auftritt gibt es am Sonnabend um 20 Uhr). Es ist eine bildgewaltige Meditation über den Tod, eine Sichtbarmachung surrealer Träume, eine Reflexion über Dinge des Lebens, die in ihren Erzählungen oft ins Absurde weitergesponnen werden wie der Restaurantbesuch, bei dem ihr ein Pinguin serviert wird oder die Vorstellung, dass sie ihren geliebten Hund zur Welt bringt.
Die Erzählungen sind komisch, nachdenkenswert, politisch, ergreifend. Zusammen mit den Videofilmen und dem Spiel ihrer Geige entsteht eine faszinierende Klang-Bild-Welt, in die man als Zuschauer mit eintaucht. Es scheint fast, als würde man beim Zuhören und beim Betrachten der Filminstallationen selbst den Boden unter den Füßen verlieren und gemeinsam mit der Künstlerin in ihre Traumwelten und Phantasmagorien schweben.





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