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Kultur & Live

Neues Programm

John Malkovich eröffnet Saison der Elbphilharmonie Konzerte

Während der Vorstellung der neuen Spielzeit bekannte sich Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler deutlich zum Streitobjekt Elbphilharmonie.

Der US-amerikanische Schauspieler John Malkovich
Foto: dpa/DPA

Hamburg. Verführerischer Saison-Start: Hollywood-Star John Malkovich eröffnet als Frauenheld Casanova die neue Spielzeit der Elbphilharmonie-Konzerte in Hamburg. Malkovich ist im September in der Staatsoper mit dem Musiktheater „The Giacomo Variations“ zu sehen, das diese Woche bei den Ruhrfestspielen Deutschlandpremiere gefeiert hat, verkündete Generalintendant Christoph Lieben-Seutter am Donnerstag.

Insgesamt werden mehr als 100 Musikereignisse an zahlreichen Spielorten in der Hansestadt geboten, bevor die Saison mit dem „Orchestra of the Age of Enlightenment“ unter der Leitung von Sir Simon Rattle im Juni in der Laeiszhalle beendet wird. Unterdessen ist weiter unklar, wann das erste Konzert in der Elbphilharmonie über die Bühne geht. Verzögerungen und explodierende Kosten beim Bau des Prestigeobjekts sorgen nach wie vor für Ärger.

Hamburgs neue Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) hat sich jedoch deutlich zum Streitobjekt Elbphilharmonie bekannt. In zehn Jahren werde kein Mensch mehr danach fragen, was der Bau gekostet habe, sagte Kisseler am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Spielzeit. Stattdessen werde das noch im Bau befindliche Konzerthaus sowohl inhaltlich als auch architektonisch ein Wahrzeichen werden. Sie glaube „zu 150 Prozent an dieses Projekt“, sagte Kisseler. Die Elbphilharmonie werde das musikalische Leben in Hamburg entschieden fördern.

Zugleich erneuerte die Senatorin ihre Kritik am Baukonzern Hochtief: „Auf diese Art von Spielchen werden wir ganz bestimmt nicht eingehen“, kommentierte Kisseler die jüngste Ankündigung des Essener Unternehmens, wonach sich die Eröffnung der Elbphilharmonie erneut verzögere. Eine „Einigung um des lieben Friedens Willen“ werde es nicht geben. Dies sei auch die Sicht des gesamten Hamburger Senats unter Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Ferner betonte Kisseler, dass der von Hochtief vorgelegte neue Terminplan „nicht belastbar“ sei.

Die Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt in Hamburg. Ursprünglich war für die Stadt ein Kostenanteil von 77 Millionen Euro veranschlagt worden. Mittlerweile ist die Belastung für den Steuerzahler auf 323,5 Millionen Euro angestiegen. Der Abschlussbericht des früheren Untersuchungsausschusses der Bürgerschaft beziffert die Kosten sogar auf mindestens 351,3 Millionen Euro.

Auch der Eröffnungstermin hat sich seit der Grundsteinlegung im April 2007 immer wieder verschoben. Zuletzt hieß es, das Konzerthaus in der HafenCity solle im November 2013 eröffnet werden. (dpa/dapd)

 

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