Menschlich gesehen
Er richtet scharf
Wer auch immer im Fernsehen sein Geld verdient, muss seine spitze Zunge fürchten: Oliver Kalkofe ist so etwas wie eine satirische TV-Instanz. "Das Fernsehen ist für mich eine traurige Veranstaltung", sagt er. Den Programm-Machern wirft er sogar eine "Verachtung" ihres Publikums vor.
Als Kind hat der gebürtige Hannoveraner, der an diesem Sonntag 45 Jahre alt wird, wenig mit Gleichaltrigen im Schlamm getobt, dafür stundenlang vor der Glotze gesessen. "Das war alles Recherche", sagt er heute. Aus diesen Erlebnissen speist sich sein süffisant-kritischer Blick, den er ab 1991 erfolgreich in seiner Radio-Comedy-Sendung "Frühstyxradio", als Autor, Sprecher und Produzent mit "Kalkofes Mattscheibe", als Mitschöpfer der "Wixxer"-Kinofilme und jetzt als Koautor einer eignen Revue im Schmidt-Theater auslebte. Den oft gnadenlosen Blick Kalkofes auf das Medium und seine Macher traut man ihm auf Anhieb in seiner jovialen teddybärigen Art gar nicht zu. Das täuscht. Der Mann mit dem Lachen in den Augen hat es parodistisch faustdick hinter den Ohren.
Seit acht Jahren heißt seine Heimat Berlin, aber auch in Hamburg ist er oft zu Gast, um seinen in Barmbek lebenden Vater zu besuchen. Inzwischen kommt der Comedian, der seine langjährige Lebensgefährtin kürzlich geheiratet hat, häufiger vor die Tür. Den ganzen Tag vor der Glotze zu verbringen ist ihm heute viel zu langweilig.




Branchenbuch Hamburg
Trabrennbahn Hamburg


100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages



