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Kultur & Live

St. Pauli Theater

Wenn der Panik-Rocker singt und Frau Riemann erzählt

Bei der Gala zum Saison-Auftakt im St. Pauli Theater waren erstmals Songs aus dem Udo-Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont" zu hören.

Katja Riemann bei der Gala zur Eröffnung der Spielzeit des St. Pauli Theaters.
Foto: Juergen Joost

Hamburg. Intendant Ulrich Waller überraschte das illustre Gala-Publikum zur Eröffnung seiner 8. Spielzeit im St. Pauli Theater mit ersten Kostproben aus dem lange geplanten Udo-Lindenberg-Musical. „Andrew Lloyd Waller“ bringt nun die Ost-West-Liebesgeschichte in Koproduktion mit Stage Entertainment in Berlin heraus. Am 13. Januar 2011 ist die Welturaufführung des Udo-Biocals „Hinterm Horizont“ im Theater am Potsdamer Platz. „Genau dort, wo die Mauer gestanden hat, wünschte sich Lindenberg die Aufführung“, sagte Waller.

Der Panik-Rocker durfte 1983 als erster und einziger westdeutscher Pop-Star im Palast der Republik auftreten. Serkan Kaya singt und spielt Udo, beherrscht schon perfekt das Nölen und den laschen Hüftschwung. Mit seinem FDJ-Mädchen Jessy (Josephin Busch) beschwor er im Duett die Kraft der Liebe mit dem Titelsong „Hinterm Horizont“.

Ulrich Waller und Thomas Collien, das Leitungsduo der Traditionsbühne, führte gut gelaunt durch den Abend, bedankte sich bei Freunden und Förderern und gab mit Gastsauftritten bis kurz vor Mitternacht einen Ausblick auf die kommende Saison. Katja Riemann erzählte von einer Reise im Liegewagen nach Paris. Burghart Klaußner, „unser Mann in Hollywood“, sang Ausschnitte aus seinem neuen Programm „Zum Klaussner“.

Marlene Jaschke, seit dem Auftritt in Wagners Villa Wahnfried mit ihrer „Ring“-Clowneske in Bayreuth-Weihen, trällerte das Rheintöchter-Trio. Rolf Claussen improvisierte mit Hilfe des Publikums eine Abschiedshymmne auf den amtsmüden Ersten Bürgermeister „Ole, bye bye, jetzt bist du endlich frei“ und ließ ein Feuerwerk aus Pointen und Knalltüten platzen. Auch Kabarettist Matthias Deutschmann konnte sich satirische Kommentare zur Hamburger Lokalpolitik nicht verkneifen.

Die Hansa-Boys spielten schon mal zur dritten Saison im Hansa-Theater ab 28. Oktober auf. Die Zuschauer verschafften mit ihrem Jubel für die flinke Ballartistik dem Trickfußballer Arthur Mansilla einen Auftritt in der Variété-Show. Gustav Peter Wöhler kehrt in „Anatevka“ auf die Kiezbühne zurück und Dominique Horwitz mit einem neuen Jacques Brel-Programm.

Wallers Spielplan setzt mit der deutschen Erstaufführung von Florian Zellers Komödie „Die Wahrheit“ (mit Herbert Knaup) auf Neues, aber auch auf Bekanntes mit vielen Publikumslieblingen.

Info: www.st-pauli-theater.de

 

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