Jubel für Stepptänzer-"Orchester" auf Kampnagel
Virtuose Kunst der knatternden Absätze
Der Hamburger Tap-King Thomas Marek formierte sich mit neun Kollegen aus Deutschland, darunter auch Gäste aus Barcelona und Los Angeles, zum „Orchestra“ und „komponierte“ absatzknatternd in mehreren Sätzen und brillanten Soli ein das Publikum mitreißendes Klang- und Tanz-Konzert
Hamburg. Stimmung wie vor einem Rock-Event. Die Fan-Gemeinde rumort und röhrt, noch ehe jemand auf die Bühne kommt. Die Spannung steigt im Saal. Der Dirigent und Tanzmeister erscheint, zieht seine Schuhe an. Sachtes Pochen aufs Holzparkett. Einstimmung der Instrumente und Mittänzer. Jeder auf seinem Platz im Lichtquadrat.
Und los geht‘s. Erster Satz: Ein langsam sich steigerndes Crescendo in Synchronrhythmus, der sich in kontrapunktisch in gegenläufige Takte spaltet und wieder vereint. Aus der Gruppe lösen sich Solisten, die von der "Band" begleitet werden. Auf Holzquadraten vor der Rampe treten Tänzer an und improvisieren Motive, wie bei einer Jam-Session. Mit einem digitalen Mini-Sampler am Oberarm steuert der Choreograf und DJ das Aufnehmen, Mischen und die Widergabe der aufs Holz hingeknatterten Motive. Die Tänzer produzieren mit Körpern, Absätzen und Metalllpättchen ihrer Schuhe im wahren Sinn des Wortes Musik. Einzelne "Stimmen" verbinden sich zu "Melodien", werden auch vereinzelt von eingespielter Musik und jazzigen Songs begleitet.
Zum Finale legt Marek als Höhepunkt noch eines seiner atemberaubend virtuosen Soli aufs Parkett. Das Publikum rast begeistert nach der guten Stunde Stepp-Feuerwerk und feiert das "Orchestra" und seinen "Dirigenten" Thomas Marek. Weitere Vorstellungen: 13. und 14.3., 18.21.3., 20 Uhr, Kampnagelfabrik. Karten: 27 09 49 49 oder www.kampnagel.de




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