Internet-Plattform
Netzwerk Xing stoppt umstrittenes Online-Spiel
Vier Wochen lang lief alles gut, vier Wochen lang konnte das Hamburger Business-Netzwerk Xing mit dem Online-Spiel "Savethesacked.com" (Rettet die Gefeuerten) für die eigene Marke werben.
Foto: picture-alliance/ dpa
Hamburg. Vier Wochen lang lief alles gut, vier Wochen lang konnte das Hamburger Business-Netzwerk Xing mit dem Online-Spiel "Savethesacked.com" (Rettet die Gefeuerten) für die eigene Marke werben. Jetzt ist das Spiel aus. Das Hamburger Unternehmen hat nach wütenden Protesten, die sich am Montag in Windeseile innerhalb der dem Internet zugewandten Nutzer-Gemeinde verbreitet haben, das Spiel vom Netz genommen. Auch auf YouTube ist "savethesacked" nicht länger verfügbar.
In dem äußerst plakativen Werbespiel sprangen Menschen wegen Wirtschaftskrise und Jobverlust vom Hochhaus ("You're fired" - Sie sind gefeuert), doch durch Anklicken konnten Spieler diesen Personen einen Xing-Fallschirm umschnallen und sie so vor einem beruflichen Absturz bewahren. Bei so manchem wurden hier Erinnerungen an den 11. September 2001 geweckt.
"Die Assoziationen waren nicht gewollt und nicht gewünscht", sagte Xing-Sprecher Thorsten Vespermann zum Abendblatt. "Deshalb haben wir uns entschlossen, das Spiel offline zu nehmen." Dieser Teil der Marketingkampagne habe eben nicht funktioniert. Rund sieben Millionen Menschen weltweit nutzen Xing zur professionellen Kontaktpflege.




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