Berlinale 2009
Heike Makatschs "Seelenverwandtschaft" zur Knef
Die Knefisierung der Heike Makatsch ist weithin sichtbar. Schon auf der Eröffnung der Berlinale flanierte die Schauspielerin im lässigen Hosenanzug über den roten Teppich. Ein eleganter Retro-Stil, in dem sich wohl auch La Knef gefallen hätte. Prompt verkündet Makatsch jetzt passend im Interview, sie fühle eine „Seelenverwandtschaft“ zu der 2002 gestorbenen Aktrice, Sängerin und Grande Dame. Bilder von Hildegard Knef und Heike Makatsch.
Foto: AP
Die Knefisierung der Heike Makatsch ist weithin sichtbar. Schon auf der Eröffnung der Berlinale flanierte die Schauspielerin im lässigen Hosenanzug über den roten Teppich. Ein eleganter Retro-Stil, in der sich wohl auch La Knef gefallen hätte. Prompt verkündet Makatsch jetzt passend im Interview, sie fühle eine "Seelenverwandtschaft" zu der 2002 gestorbenen Aktrice, Sängerin und Grande Dame.
Nach den Aufnahmen zum Film "Hilde", in dem Makatsch die Diva spielt, sei mehr als Sympathie entstanden, "das ist dann auch Liebe", sagte die 37-Jährige am Donnerstagabend auf der Berlinale. Jetzt denke sie, Knef zu verstehen.
Der Film von Kai Wessel, der bei den Filmfestspielen in der Sektion Berlinale Special läuft und am Freitag seine offizielle Weltpremiere feiert, startet am 12. März in den Kinos.
Makatsch räumte ein, die Rolle sei eine Herausforderung für sie gewesen. Von Anfang an sei klar gewesen, dass sie sich "da weit aus dem Fenster wage, aber das mache ich ganz gern". Sie habe große Lust gehabt, sich dieser Frau zu nähern. Sie habe alles, was es zu lesen, hören und sehen gegeben habe, verschlungen und ein Jahr Gesangsunterricht genommen. Ihr Anspruch sei nicht gewesen, eine Imitation zu schaffen, aber sie habe etwas von Knef begreifen wollen, dass sie transportieren könne. Knef persönlich kennengelernt habe sie aber nicht.
Der Film konzentriert sich auf die Jahre 1943 bis 1966. Er erzählt von ihren Filmerfolgen und Pleiten, von ihren Männern und der Hassliebe zum deutschen Publikum. Für den Film wurden viele ihrer Songs neu arrangiert, eingespielt und produziert. Schauplätze sind unter anderem Berlin, London und Hollywood.
Makatsch hat bereits Erfahrung im Porträtieren von Persönlichkeiten: Sie spielte die Stofftier-Unternehmerin Margarete Steiff. In "Hilde" spielen neben ihr unter anderen Monica Bleibtreu, Michael Gwisdek, Roger Cicero, Dan Stevens und Hanns Zischler mit.





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