Expo 2010
Lange Wartezeiten am ersten Tag der Expo in Shanghai
Die Expo steht unter dem Motto "Eine bessere Stadt, ein besseres Leben". Sie hat mehr Teilnehmer als je zuvor in ihrer Geschichte.
Am ersten Tag der Expo 2010 mussten Besucher mit langen Wartezeiten rechnen.
Foto: REUTERS
Shanghai. Die Weltausstellung in Shanghai hat ihre Tore geöffnet. Rund 200.000 Expo-Besucher warteten am Sonnabend bei brütender Hitze bis zu vier Stunden vor den Pavillons. Nach offiziellen Angaben wurden allein für den ersten Tag 350.000 Karten verkauft. Warum dann aber deutlich weniger Menschen kamen, war den Organisatoren zunächst ein Rätsel.
Die langen Schlangen waren unter anderem auf strenge Sicherheitskontrollen zurückzuführen. Trotz der immensen Wartezeiten gab es nach Einschätzung des Leiters des Koordinationskomitees, Hong Hao, keine nennenswerten Probleme. Allerdings räumte er vor Journalisten ein, man müsse angesichts der hohen Temperaturen über neue Verfahrensweisen nachdenken.
Weltausstellung der Superlative
Die Expo in Shanghai ist eine Weltausstellung der Superlative. Auf dem riesigen Gelände, das sich auf 5,28 Quadratkilometern zu beiden Seiten des Huangpu-Flusses erstreckt, präsentieren sich mehr als 240 Länder und Organisationen. Bis Ende Oktober werden 70 Millionen Besucher erwartet, davon schätzungsweise 3,5 Millionen aus dem Ausland.
Im Mittelpunkt der Expo stehen neue Konzepte für eine nachhaltige Stadtentwicklung unter dem Motto „Better City, Better Life“ (Eine bessere Stadt, ein besseres Leben). Der Deutsche Pavillon trägt den Namen „balancity“ - ein Kunstwort aus „Balance“ und „City“, das eine Stadt im Gleichgewicht bezeichnen soll.
An der feierlichen Eröffnungsfeier am Vorabend nahmen prominente Gäste aus aller Welt teil, darunter der chinesische Staatspräsident Hu Jintao, sein französischer Kollege Nicolas Sarkozy, der südkoreanische Staatschef Lee Myung Bak und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Ein großes Feuerwerk, Wasserspiele und Lasershow dominierten die Feier.





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