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Kultur & Live

Nikolaus im Walde

Gedicht

Es rauscht der Wind im Winterwalde / durch die kühle graue Flur / und ein Jeder hofft, schon balde / find er St. Nikolauses Spur.

Ach, wann wird er endlich kommen / dieser heiß ersehnte Gast? / Kinder blicken teils benommen /von Baum zu Baum, von Ast zu Ast.

In den Blicken heißes Sehnen, / Fragen, was wird dann geschehn? / Und mancher tut schon mal erwähnen, / "Ich hab St. Nikolaus gesehn".

Langsam neigt der Tag sich nieder, / die Wintersnacht, sie steigt herauf, / als ein leises Raunen wieder / stoppt der Kinder frommen Lauf.

Da, aus dunstigem Gefilde / steigt wie eine Nebelnacht / ein stilles schattiges Gebilde, / und die Dämmerung ist erwacht.

Kinderblicke werden helle / die Gesichter sind verzückt, / als Niklaus an der Tagesschwelle / tritt in ihren Sehnsuchtsblick.

Du guter alter Nikolaus, / du Freund der Kinder nah und fern, / leer deinen Sack heut bei uns aus, / wir alle haben dich so gern.

(unbekannter Autor)

 

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