Neues Domizil
Theater in der alten Springer-Rotation: Opernloft zieht in die City
Hamburg. Das Opernloft baut auf die Zukunft. Die kleine Musiktheater-Bühne mit dem Konzept, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen kurz und unverkrampft die Kunst der Oper zu vermitteln, vergrößert sich und zieht von Borgfelde ins Axel-Springer-Verlagshaus mitten in der City.
"Ein idealer Standort, zentral gelegen und großzügig im Raumangebot", freuen sich die Leiterinnen Yvonne Bernbom und Inken Rahardt. Sie haben im ehemaligen Foto-und Text-Archiv (wo bis 1983 die Zeitungsdruckmaschinen standen) der Springer AG an der Fuhlentwiete ihr neues Domizil gefunden. Am kommenden Montag ist Baubeginn. Auf 1400 Quadratmetern Grundfläche richten sie eine Bühne für 199 Besucher ein sowie eine kleinere Probe- und Experimentierbühne. "Wir haben auch ein richtiges Foyer, hier entlang der Fensterfront." Dort sind eine Bar und Lounge geplant. Der intime Charakter des jetzigen Opernlofts mit Tischen, Stühlen und Tribüne soll erhalten bleiben.
Der Mietvertrag läuft über 10 Jahre, der Umbau kostet 300 000 Euro. Die Kulturbehörde und weitere öffentliche Einrichtungen sowie Sponsoren beteiligen sich. Es klafft noch eine Finanzierungslücke von 70 000 Euro, die Spenden decken sollen. Das Immobilien-Unternehmen Großmann & Berger wie die Baufirma HOCHTIEF unterstützen das Projekt. Auch die Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" fördert das Opernloft.
"Wir eröffnen am 18. September mit einem 'Best of ...' aus unserem Repertoire", sagt Inken Rahardt. Sie hat ehrgeizige Pläne mit Gastspielen, Kooperationen und Tourneen. Als Zukunftsmusik bezeichnet die Intendantin den Ausbau des Meisterkurse-Programms als "Sommerakademie" und ein "Zeitopern"-Projekt mit Komponisten, Musikern und Textern zur Förderung des modernen Musiktheaters.




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