82. Academy Awards in Hollywood
"Alice im Wunderland": 3-D-Attacke auf "Avatar"
Die Fantasy-Story von Tim Burton legte am ersten Wochenende den besten Kino-Start eines 3-D-Films hin - Konkurrenz für Spitzenreiter "Avatar".
Mia Wasikowska in Tim Burtons 3-D-Spektakel "Alice im Wunderland".
Foto: Disney
Los Angeles/New York. Der ganz große Wurf ist James Cameron mit seinem Science-Fiction-Spektakel "Avatar" bei der 82. Verleihung der Oscars nicht gelungen. Der neunmal nominierte 3-D-Film wurde - lediglich - für Spezialeffekte, Ausstattung und Kamera ausgezeichnet.
Jetzt muss das opulente Werk um die Besiedelung eines fremden Planeten zudem um seinen Status als erfolgreichster Film aller Zeiten bangen.
Denn „Alice im Wunderland“, ein Gemeinschaftswerk von Fantasy-Regisseur Tim Burton und Schauspiel-Star Johnny Depp, überflügelte Camerons Blockbuster bereits am ersten Wochenende und stellte mehrere neue Nordamerika-Rekorde auf.
Nach vorläufigen Studioangaben von Sonntag spielte die 3D-Verfilmung von Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker in den USA und Kanada zum Debüt 116,3 Millionen Dollar (85,3 Millionen Euro) ein. Damit gelang „Alice im Wunderland“ der bisher beste Start eines 3D- Films und die beste März-Premiere aller Zeiten in den USA.
„Avatar“ hatte es bei seinem US-Auftakt im Dezember „nur“ auf 77 Millionen Dollar gebracht. Das aufwendige Sci-Fi-Drama über blaue Außerirdische hat inzwischen 2,6 Milliarden Dollar weltweit eingefahren.
Kommerziell weniger erfolgreich, aber dafür bei den Kritikern offensichtlich umso beliebter ist der Film "The Hurt Locker" von Camerons Ex-Frau Kathryn Bigelow. Die Regisseurin konnte in der Nacht zu Montag richtig abräumen: Für ihr Irakkriegsdrama wurde sie als erste Frau in der Geschichte der Academy Awards mit dem Regie-Oscar gekürt. Zudem gewann das Werk die begehrte Trophäe als „bester Film". Insgesamt erhielt die 58-Jährige damit sechs Oscars mit ihrem nüchtern-dokumentierenden Kino-Stück - unter anderem noch für das beste Original-Drehbuch von Mark Boal.
Das Rennen zwischen „The Hurt Locker“ und „Avatar“ war das zwischen David und Goliath: „Avatar“ kostete 500 Millionen Dollar. „The Hurt Locker“ kostete hingegen gerade einmal 15 Millionen Dollar und war an den Kinokassen kein großer Erfolg, doch landete er bei den Kritikern einen Volltreffer.




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