Theater
Sherlock Holmes begeistert im Imperial Theater
Johlender Beifall – das Publikum belohnte die Premiere des Sherlock-Holmes-Klassikers „Der Hund von Baskerville" von Arthur Conan Doyle.
Ensemble von "Der Hund von Baskerville".
Foto: PR
Hamburg. „Es riecht nach Mord“, verkündet Sherlock, der wieder einmal den grauen Alltag mit einer Mörderjagd tauscht. Holmes (Gosta Liptow), soll das mysteriöse Rätsel um den Tod von Sir Charles lösen. Es hängt mit einem Fluch zusammen, der seit Jahrzehnten auf der Familie Baskerville lastet: Eine gefährliche Bestie treibt rund um deren Anwesen sein Unwesen. Das furchteinflößende Geheul in der Dunkelheit ist dabei Vorbote für das baldige Sterben eines Familienangehörigen.
Neben den witzig-pointierten Wortgefechten zwischen Detektiv Holmes und Assistent Watson (Robert Kotulla), stimmen natürlich auch die Kostüme: Der Deerstalker-Hut, die Tabakpfeife und der eigentlich schottische Inverness-Mantel liefern die Accessoires für den Sherlock-Look.
Das verwinkelte und gemütlich-überladend wirkende Bühnenbild regt die Fantasie an: nicht nur der aufziehende Nebel, der direkt aus dem Moor zu kommen scheint und die Szenerie lebendiger werden lässt –auch die zahlreichen Tassen Tee, die während des Stücks serviert werden und den Zuschauer direkt ins südwestliche England versetzen.
Besonderes Lob gebührt Jessica Zang alias Mrs. Barrymore – sie vereinigt als englische Haushälterin bravourös Gehorsam mit einer eigensinnigen, distanziert-ablehnenden Haltung und einer Extra-Portion trockenem Brit-Humor.
Frank Thannhäuser hat ein gutes Stück England auf die Hamburger Krimi-Bühne gebracht. Und mit diesem Sherlock ist gute Unterhaltung garantiert.
Die nächsten Termine: 11.-13.2., jew. 20 Uhr, Imperial-Theater, Reeperbahn 5.





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