Trauer um Dieter Meichsner
Langjähriger NDR-Fernsehspielchef gestorben
Er hatte das zeitkritische und zugleich unterhaltsame Fernsehspiel gefördert. Jetzt ist Dieter Meichsner nach langer Krankheit gestorben.
Der Schriftsteller, Dramaturg und Produzent Dieter Meichsner.
Foto: dpa/DPA
Hamburg. Er schickte Kommissar Trimmel im "Taxi nach Leipzig", der Hamburger Zollfahnder Zaluskowski ermittelte zu Ehren von "Schwarz-Rot-Gold", die Fontane-Verfilmungen (u. a. "Der Stechlin") sind TV-Legende - alles Filme von Dieter Meichsner. Jetzt ist der ehemalige NDR-Fernsehspielchef (bis 1991) in seiner Wahlheimat nahe München nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren gestorben.
Es waren große Würfe, die den einstigen Chefdramaturgen des NDR und Autor nie vergessen lassen. Dem Mainstream hat er sich immer versagt. Dabei hatte er sehr wohl Gefallen an guten Einschaltquoten, allerdings nach seinen Maßstäben: "Ich sehe nicht ein, warum man nicht versuchen sollte, auch mit ernsthaften Stücken einen Publikumserfolg zu erringen." Und behielt in viele Fällen recht.
Für seine Filme wurde der gebürtige Berliner vielfach ausgezeichnet, vom Grimme-Preis über die Goldene Kamera hat er alles erhalten. 1968 hatte Dieter Meichsner die Leitung der Hauptabteilung Fernsehspiel von Egon Monk übernommen, er begründete die "Hamburger Schule", die TV-Spiele zeitkritisch, realitätsnah und unterhaltsam gestaltete.





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