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Kultur & Live

Bildhauer, Maler und Grafiker

Alfred Hrdlicka im Alter von 81 Jahren gestorben

Hrdlicka war einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Auch in Hamburg ist eines seiner Werke beheimatet.

Der österreichische Bildhauer Alfred Hrdlicka.
Foto: AP

Wien. Der österreichische Bildhauer, Maler und Grafiker Alfred Hrdlicka ist am Wochenende im Alter von 81 Jahren in seiner Heimatstadt Wien gestorben. Er war einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Viele seiner Arbeiten setzen sich, wie das Wiener Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von 1988, mit dem Grauen während des Nationalsozialismus auseinander.

Mit Arbeiten im öffentlichen Raum und seinem politischen Auftreten sorgte Hrdlicka für Kontroversen und Debatten. Der seit Jahren gesundheitlich angeschlagene Bildhauer bezeichnete sich oft als Kommunisten oder Stalinisten, gelegentlich auch als Atheisten. Eines seiner letzten Objekte wurde Ende Mai in einer Seitenkapelle des Wiener Stephansdoms enthüllt. Dabei sagte Hrdlicka mit Blick auf religiöse Züge seiner Arbeiten, sein Werk habe „ihn überholt“. Er zeigte sich ausgesprochen dankbar für die Möglichkeit, an diesem Ort mit einer Arbeit zur Erinnerung an eine von den Nationalsozialisten hingerichtete katholische Ordensfrau präsent zu sein.

Diverse Werke Hrdlickas sind in deutschen Städten zu sehen. Neben dem „Plötzenseer Totentanz“ in einer evangelischen Kirche und einer Arbeit zum Gedenken an Benno Ohnesorg in Berlin zählt dazu das wuchtige „Gegendenkmal“ zu einem Kriegerdenkmal in Hamburg, eine Robert-Schumann-Büste in Bonn, eine Dietrich-Bonhoeffer-Skulptur in Marl und das Friedrich-Engels-Denkmal in Wuppertal. (KNA)

 

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