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Kultur & Live

"Wetten dass...?" auch aus Hamburg

Sympathischer Wettkönig mit Super-Gedächtnis

Wettkönig Jürgen Seliger aus Kempten konnte vier Szenen aus dem Miniatur-Wunderland in Hamburgs Speicherstadt richtig zuordnen.

Zwei, die sich gefunden haben: Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker moderieren "Wetten, dass..?" - erfolgreicher denn je.
Foto: Getty Images/Getty

Bremen/Hamburg. Ein Super-Gedächtnis, viel Körper-Einsatz und zwei Absagen: Die 185. Sendung von „Wetten, dass..?“ wartete am Sonnabend in Bremen mit unterhaltsamen Wetten, aber wenig internationaler Prominenz auf. Auf dem Sofa von Thomas Gottschalk nahmen neben Hollywood-Star Hugh Grant unter anderem die Schauspieler Til Schweiger, Nora Tschirner, Uwe Ochsenknecht und die Komiker Anke Engelke und Bastian Pastewka Platz. Ex-Spice-Girl Victoria Beckham und Soul-Diva Mariah Carey hatten ihr Kommen kurzfristig abgesagt. Michelle Hunziker legte bei ihrem dritten Auftritt als Co-Moderatorin einen actionfilmtauglichen Stunt hin.

Die Schweizerin rutschte bei einer Wette mit ihrem Roller aus und fiel zu Boden. Sie blieb aber unverletzt und sprang sofort wieder auf, um stattdessen auf ihren mehrere Zentimeter hohen Absätzen in die Halle zu rennen. Am Ende der Sendung durfte sie an der Seite von Engelke und Pastewka im Dirndl ein Volkslied vortragen, die in ihren Rollen als Musiker-Paar Wolfgang und Anneliese für lautes Gelächter sorgten. Neben so vielen deutschen Film- und Fernsehstars sei internationale Prominenz gar nicht nötig, sagte Gottschalk und spielte damit auf die Absagen von Carey und Beckham an. Die verstehe eh keiner und meist würden sie die Sendung viel zu schnell wieder verlassen, sagte der Showmaster.

Besonders viel Applaus erntete der Wettkandidat Jürgen Seliger aus Kempten, der mit einer eindrucksvollen Gedächtnisleistung die Herzen der Zuschauer eroberte. Er schaffte es, vier Fotos mit Szenen aus dem knapp 1200 Quadratmeter großen Miniatur-Wunderland in der Hamburger Speicherstadt richtig zuzuordnen.

Die wohl berühmteste Modelleisenbahanlage Deutschlands war zum ersten Mal Austragungsort einer so prominenten Showveranstaltung. Etliche Lkw, acht Kameras und 50 Leute - mit einem Großaufgebot war das ZDF seit vergangenen Donnerstag in der Speicherstadt aktiv: "Ein Wahnsinn, dieser Aufwand, aber toll", sagte Wunderland-Mitgründer Frederik Braun, der die größte Modelleisenbahnanlage der Welt mit seinem Bruder Gerrit 2001 eröffnet hatte. Mehr als eine Million Besucher zählt das Wunderland mittlerweile jährlich.

Erstmalig in seiner Geschichte musste das Wunderland für die Show-Produktion schließen. Heute aber soll es wieder ab 8 Uhr geöffnet sein. Braun: "Wir haben keine Sekunde gezögert, als das Angebot kam - so eine Möglichkeit gibt es nur einmal. Und schon lange haben wir davon geträumt."

Die nächste „Wetten, dass..?“-Sendung kommt am 23. Januar aus Friedrichshafen. (dpa/abendblatt.de)

 

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