Tarifrunde für Zeitschriftenredakteure
Magazin-Journalisten protestieren in Hamburg
Redakteure von Zeitschriftenverlagen verhandeln in Hamburg mit Arbeitgeber-Vertretern über den Manteltarifvertrag.
Der Manteltarifvertrag wurde vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zum Jahresende 2009 gekündigt.
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
Hamburg. Die Tarifverhandlungen für rund 9000 Redakteure in Zeitschriftenverlagen sind am Montag in Hamburg in die zweite Runde gegangen. An einer Protestkundgebung vor Beginn der Verhandlungen beteiligten sich mehr als 150 Mitarbeiter aus Verlagen. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter verhandeln über den Manteltarifvertrag, der vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zum Jahresende 2009 gekündigt wurde.
„Die fantasielosen Sparorgien müssen aufhören“, forderte der Verhandlungsführer des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Kajo Döhring, vor den Demonstranten. Die Qualität der journalistischen Produkte werde fahrlässig in Grund und Boden gestampft.
Die Arbeitgeber fordern eine längere Wochenarbeitszeit und statt Urlaubs- und Weihnachtsgeld ein 13. Monatsgehalt, was von den Gewerkschaften abgelehnt wird. Auch bei Sozialleistungen wie Krankengeld und Altersversorgung wollen die Arbeitgeber ihre Beiträge kürzen. Die Gewerkschaften wollen sich dafür einsetzen, dass Tarifverträge künftig auch für Onlinejournalisten gelten sollen.
Die Verlage sind in der Wirtschaftskrise von einem drastisch schrumpfenden Anzeigenvolumen getroffen, weil Firmen ihre Werbeausgaben gekürzt haben. Stellenabbau und Sparkurse in den Verlagen sind eine Folge.





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