Techno im Rock'n'Pop-Museum Gronau
Von Kraftwerk bis Loveparade, von Klubkultur bis Kommerz
Mit der Schau "Techno-ein Blick zurück in die Zukunft" widmet sich das Rock'n'Pop-Museum Gronau der letzten Musikrevolution.
Eine der Techno-Institutionen: Die Mayday - hier eine Tänzerin am 30. April 2009 in der Westfalenhalle Dortmund.
Foto: dpa/DPA
Gronau. Die Bilder stecken fest in den Köpfen: Party-Jünger tanzen ekstatisch in bunten knappen Klamotten zu rasend schneller elektronischer Musik. Vor 20 Jahren startete Matthias Roeingh alias Dr. Motte zusammen mit seiner damaligen Freundin Danielle de Picciotto die erste Loveparade in Berlin. Die Straßen-Sause wuchs von 150 Techno-Fans auf etwa 1,5 Millionen Besucher im Jahre 1999 an.
Für das Rock'n'Pop-Museum in Gronau Anlass genug, "zwei Jahrzehnte schwitzender Raver, cooler Locations und eine Entwicklung der Elektronischen Musik, an der Deutschland entscheidenden Einfluss hatte", genauer unter die Lupe zu nehmen. Immerhin handelt es sich nicht bloß um einen kommerzialisierten Hype, sondern um die letzte musikalische Revolution der Popkultur.
Vom 8. November bis zum 18. April 2010 ist die Sonderschau "Techno-ein Blick zurück in die Zukunft" auf knapp 900 qm Ausstellungsfläche zu sehen - untergliedert in sechs Themengebiete. „Die Geschichte der elektronischen Tanzmusik“ betrachtet, wie Klänge synthetisiert wurden und welche Strömungen den Techno beeinflusst haben. Der Besucher lernt Musikrichtungen wie Industrial, EBM, House, Acid House, Gabber / Hardcore und Minimal sowie die Vorreiterrolle der Formation Kraftwerk kennen.
DJ- und Club-Kultur wird in weiteren Bereichen ebenso beleuchtet wie die mediale Aufbereitung des Phänomens. Ein eigenes Segment ist dem Rave gewidmet - jener Dauertanzveranstaltung, die in der Loveparade seinen schillernden Höhepunkt fand und findet. Auch das Thema Drogen, vor allem rund um das Aufputschmittel Ecstasy, wird nicht ausgespart.
Nicht nur ein Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung, sondern auch ein Katalog, der vier Essays, Literaturhinweise, Web-Adressen sowie eine CD der Reihe „Supercity" und Unterrichtsmaterialien für Schulen enthält.





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