Mercedes Sosa
Argentinische Folksängerin liegt im Koma
Die Anhänger der 74-Jährige sorgen sich. Die Künstlerin sei in ein "pharmakologisches Koma" versetzt worden, teilten ihre Ärzte mit.
Die argentinische Folksängerin Mercedes Sosa - das Foto stammt aus dem Jahr 2006 - ist in ein künstliches Koma versetzt worden.
Foto: AFP
Buenos Aires. Aärzte haben Mercedes Sosa, die schwer erkrankte argentinische Folksängerin, in ein „pharmakologisches Koma“ versetzt. Die weltberühmte 74-Jährige Sängerin werde künstlich beatmet, teilte die Trinidad-Klinik in Buenos Aires am Freitag mit. Allerdings habe der Zustand der Patientin sich in den vergangenen 24 Stunden verschlechtert, hieß es weiter.
Mercedes Sosa hatte sich vor 13 Tagen wegen Leberproblemen ins Krankenhaus begeben. Ihr Zustand hat sich seitdem kontinuierlich verschlechtert. Ihr Sohn Matus Sosa sagte am Donnerstag, es sei an der Zeit, für seine Mutter zu beten. „Ich bin absolut davon überzeugt, dass Mama alles versucht, da herauszukommen“, sagte Matus Sosa. „Sie hat ihre 74 Jahre voll gelebt. Sie hat alles getan, was sie wollte, hatte nie irgendwelche Hemmungen oder Angst. Sie hat ein sehr erfülltes Leben gelebt - und ein sehr mühevolles.“
Sosa war mit ihrer furchtlosen Haltung ein Vorbild für viele Verfolgten der Militärdiktatur in ihrem Heimatland, aber auch darüber hinaus in Lateinamerika. Als 1980 ein Auftrittsverbot gegen sie verhängt wurde, ging sie ins Exil nach Spanien - und wurde dort überaus populär. Sie nahm in ihrer Karriere mehr als 70 Alben auf, weltberühmt wurde ihr Lied „Gracias a la Vida“. Bei den Latin-Grammys im vergangenen Monat war sie für ihr jüngste Album „Cantora 1“ für drei Preise nominiert. Darauf interpretiert sie Folksongs zusammen mit lateinamerikanischen Stars wie Shakira und Fito Paez.





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