27.02.13

Defizitprognose

Brüderle warnt vor grandiosem Absturz Frankreichs

Der Zustand der französischen Wirtschaft besorgt nun auch deutsche Spitzenpolitiker: FDP-Fraktionschef Brüderle hat angesichts neuer Zahlen vor einem bösen Absturz des Euro-Schwergewichts gewarnt.

Foto: dpa

Vorsicht: Rainer Brüderle warnt vor einer wirtschaftlichen Katastrophe in Frankreich
Vorsicht: Rainer Brüderle warnt vor einer wirtschaftlichen Katastrophe in Frankreich

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat sich besorgt über die wirtschaftliche Schwäche des Euro-Schwergewichts Frankreich gezeigt. "Die sind gerade dabei, grandios abzustürzen", sagte Brüderle mit Blick auf die düsteren Konjunktur- und Defizitprognosen für das zweitgrößte Euro-Land.

In Italien müssten die Parteien nun die Kraft aufbringen, im Interesse des Landes neue stabile Regierungsverhältnisse zu schaffen. Ein Zurückdrehen der Reformprozesse in Rom wäre keine gute Entwicklung für Europa, sagte Brüderle.

Die Arbeitslosigkeit in Frankreich wächst unaufhaltsam an. Im Januar stieg die Zahl der Arbeitslosen im 21. Monat in Folge auf nunmehr 3,17 Millionen, wie das französische Arbeitsministerium mitteilte.

Im Vergleich zum Dezember bedeutet dies einen Zuwachs um 1,4 Prozent, im Vergleich zum Januar 2012 um 10,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit nähert sich damit dem historischen Hochstand vom Januar 1997. Damals waren knapp 3,2 Millionen Menschen in Frankreich ohne Beschäftigung.

Im Januar waren in Frankreichs Arbeitsämtern 43.900 Arbeitslose mehr gemeldet als im Dezember. Davon entfallen laut dem Arbeitsministerium aber 21.100 auf einen statistischen Effekt, der auf eine Änderung der Regeln zur Festlegung der Arbeitlosigkeit zurückzuführen ist.

"Große Schlacht für Arbeit"

Präsident François Hollande hat 2013 zum Jahr der "großen Schlacht für Arbeit" erklärt und unter anderem in seiner Neujahrsansprache bekräftigt, bis Ende des Jahres den Anstieg der Arbeitslosigkeit stoppen und den Trend umkehren zu wollen.

Vergangenen Samstag äußerte er sich angesichts neuer Prognosen zum Wirtschaftswachstum dagegen vorsichtiger: "Wenn es kein Ziel gibt, gibt es keinen Willen, und ich resigniere nicht." Zugleich knüpfte er die Wende am Arbeitsmarkt an die Bedingung, dass es schon früher einen wirtschaftlichen Aufschwung gibt als erwartet. Allgemein mit einem Aufschwung erst ab 2014 gerechnet.

Die EU-Kommission hat Frankreich in ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick ein Wachstum von nur 0,1 Prozent in diesem Jahr vorhergesagt. Bislang hatte die Regierung in Paris auf ein Wachstum von 0,8 Prozent gesetzt.

Die Arbeitslosigkeit dürfte laut EU-Kommission weiter ansteigen, in diesem Jahr auf 10,7 Prozent und 2014 sogar auf 11 Prozent.

dpa/AFP/lw
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