22.02.13

"Pro Quote"

Initiative: Thema Quote als Dauerbrenner in Redaktionen

Von der Leyen (CDU) und Schiedek (SPD) am Sonnabend bei Journalistinnen-Initiative. Zum Einjährigen wird der "Hahn im Korb" gekürt.

Foto: dpa/DPA
Die Journalistinnen Kathrin Buchner (l-r), Dagmar Engel, Judith Scholter, Sabine Kartte, Helene Endres, Katrin Müller-Walde, Annette Bruhns und Lisa Ortgies bei der Vereinsgründung von ProQuote in Hamburg
Die Journalistinnen Kathrin Buchner (v. l. n. r.), Dagmar Engel, Judith Scholter, Sabine Kartte, Helene Endres, Katrin Müller-Walde, Annette Bruhns und Lisa Ortgies am Rande der Vereinsgründung von Pro Quote

"Hahn im Korb", "Hasenherz" und "Sei kein Frosch": Diese drei Preise will die Journalistinnen-Initiative Pro Quote an diesem Sonnabend an Medienleute vergeben. Der Verein setzt sich dafür ein, mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen bis 2017 mit Frauen zu besetzen. Die Auszeichnungen – das "Hasenherz" steht für Feigheit, der "Hahn im Korb" für Mut, der Frosch soll ermutigen – werden bei einer Party am Samstagabend in Hamburg vergeben, wie die Vorsitzende von ProQuote, Annette Bruhns, am Freitag ankündigte.

Bei der Feier werden auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sowie Hamburgs Justiz- und Gleichstellungssenatorin Jana Schiedek (SPD) erwartet. Von der Leyen hat eine feste Frauenquote in der Wirtschaft gefordert, Schiedek hat die Quote in den Bundesrat gebracht. Sie finde es bemerkenswert, dass hier fraktionsübergreifend gedacht werde, sagte Bruhns – "und das im Wahljahr".

Ende Februar 2012 hatten 350 Journalistinnen Chefredakteure, Intendanten und Herausgeber in einem offenen Brief aufgefordert, in den nächsten fünf Jahren mindestens 30 Prozent Frauen auf jeder redaktionellen Hierarchieebene zu installieren. Seitdem hätten sich mehr als 4200 Kollegen dem Aufruf angeschlossen, erklärte Bruhns.

Ein Jahr nach der Brief-Aktion zog die Vorsitzende eine gemischte Bilanz. "Wir haben einerseits greifbare Erfolge zu verbuchen", sagte Bruhns. Überall seien mehr Frauen aufgerückt, auch in die Chefreaktionen. "Andererseits versuchen immer noch einige Chefredakteure, unser Anliegen einfach auszusitzen." Für ProQuote zählten allerdings nicht allein Durchschnittswerte: "Wir fragen immer, wie viele Frauen ganz oben mit entscheiden."

Die Initiative habe die Quote zu einem "Dauerbrenner in den Redaktionen" gemacht, betonte die Vorsitzende. Das strahle auch in andere männerdominierte Branchen aus. Wenn die Redaktionen keine Quoten einführten, hinkten sie auch der Politik immer weiter hinterher. Schließlich seien fast alle Parteien längst quotiert und hätten mächtige Frauen.

(dpa)
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