25.01.13

Uraufführung am Schauspielhaus

Viel Applaus für die "Hafenballade" im Malersaal

Das von Michael Batz geschriebene Stück wurde von Regisseurin Franziska Steiof als munter-melancholische Revue mit urigen Typen inszeniert.

Von Armgard Seegers
Foto: Marcelo Hernandez
Neujahrspunsch Winterhuder Fährhaus
Künstler Michael Batz

Als Friedrich Schirmer 2005 Intendant am Schauspielhaus wurde, erfand man einen Delphin als Logo für das Theater. Um dessen maritime Seite zu betonen. Ganz so maritim ging's in den letzten Jahren dann glücklicherweise doch nicht zu, doch als eine der letzten Premieren des derzeitigen Schauspielhaus-Teams feierte am Donnerstagabend die "Hafenballade" Uraufführung im Malersaal.

Das von Michael Batz geschriebene Stück, angereichert durch die Kompositionen von Markus Voigt, wurde von Regisseurin Franziska Steiof als munter-melancholische Revue über die Geschichte des Hamburger Hafens inszeniert. Über jene Zeit, als die klassische Stückgut-Epoche zu Ende ging und die Container Einzug hielten. Als die Menschen nicht mehr gebraucht wurden und alles sich veränderte.

Die Typen, die bei Steiof auf der Bühne stehen, gehen ans Herz. Wie der so wunderbar mit Hamburger Akzent sprechende Erzähler Michael Prelle als ein vom Leben zu kurz Gekommener. Wie der schnieke Bruder Rick Jansen (Janning Kahnert), der schon ganz auf die neue Zeit setzt und "in Containern macht" und sein starrköpfiger Bruder Cord (Stephan Schad), der noch an die Hafenarbeiter glaubt, aber bald kein Geld mehr hat. Beide kämpfen auch noch um dieselbe Frau, Anna (Sandra Maria Schöner), die in einem Kino arbeitet, das auch keine Zukunft mehr hat.

Die Fischarbeiterin Greta (Juliane Koren), die eine Kneipe modernisiert, der schüchtern Verliebte Muschel (Achim Buch), der Kaffeebohnen und ihre Geschichten sammelt, der Schauermann Smit (Erik Schäffler), der fünf verschiedene Arten zu husten aus seinem Berufsleben mitgebracht hat und die drei Musiker Henning Brandt, Christian Gerber und Markus Voigt ergänzen das Ensemble an urigen, längst ausgestorbenen Typen.

Sie alle singen manchmal, als sei's ein Stück von Brecht und dann wieder als sei's ein schräges, altenglisches Musical. Viel Applaus am Ende. Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel. Denn auf Grund gelaufen ist hier nichts.

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