25.01.13

11. Hamburger Comedy Pokal

Finale: Die ganze Stadt hat ihren Spaß

Beim elften Hamburger Comedy Pokal zeigt sich ein breites Humorspektrum von Kabarett bis Zauber-Comedy - erstmals mit sieben Finalisten.

Von Stefan Reckziegel
Foto: Hamburger Comedy Pokal 2013
Hamburger Comedy Pokal 2013
Martin Zingsheim aus Köln steht für Kabarett und Zukunftsmusik am Klavier. Im Brakula spielt er gegen Michael Tumbrinck aus Münster

Hamburg. Von der Freiburger Kulturbörse direkt rauf nach Hamburg - so sah in den vergangenen zehn Jahren der Fahrplan für zahlreiche Kleinkünstler aus. Erst präsentierten sie sich im Breisgau bei der Fachmesse Veranstaltern und Entscheidern in der Hoffnung, Engagements zu bekommen. Gleich im Anschluss spielten sie in der Hansestadt bis zu vier Tage lang beim Hamburger Comedy Pokal.

Weil die 25. Freiburger Kulturbörse erst Anfang Februar stattfindet, hat Hamburg diesmal zuerst seinen Spaß. "Die Künstler müssten diesmal entspannter zu uns kommen und hier befreit aufspielen können", sagt Peter Rautenberg. Der Programmgestalter des Winterhuder Goldbekhauses bildet mit Petra Niemeyer (Lola Bergedorf) das Organisationsteam des Hamburger Comedy Pokals. Der Name klingt hanseatisch nüchtern, indes hat sich der Cup seit 2003 zum größten Kleinkunstwettstreit der Republik entwickelt. Erneut fast 100 Künstler hatten sich beworben, 20 gehen an diesem Freitag ins Rennen um 6500 Euro Preisgeld. "Das weite Feld, das wir abdecken möchten, ist bestellt", sagt Rautenberg. Comedy, Kabarett, Musik-Comedy, Stand-up-Komik, Puppen- und Zauber-Comedy, das Spektrum des Humors ist breit.

"Nirgends außer in Hamburg ist eine ganze Stadt beteiligt", sagt Detlef Wutschik. Der Hintermann der populären Klappmaulpuppe Herr Momsen gewann 2010 den zweiten Preis und ist jetzt als Schirmherr sowie Moderator (im Goldbekhaus und in der Lola) am Start. Dass die Künstler hier herumkommen und auf Menschen treffen, die den Stadtteil und die Kultur mit Leben füllen, sei das Reizvolle. "Das macht diesen kuscheligen Kuschelpokal richtig kuschelig und lässt es auch mal vergessen, dass es sich um einen Wettbewerb handelt", meint Wutschik.

An Alster und Elbe bis dato unbekannte Kleinkunstkönner wie der fränkische Bühnen-Misanthrop Matthias Egersdörfer, der im WDR-Fernsehen jetzt mit gleich zwei Sendungen präsente Tobias Mann oder Kabarett-Jongleur Timo Wopp grantelten und spotteten sich einst nach oben. Erst in Hamburg, dann im Rest der Republik.

Der Essener Stand-up-Kabarettist Moses W. (in Langenhorn) und das Leipziger Ensemble Weltkritik (in der Barmbeker Zinnschmelze) versuchen es bereits zum zweiten Mal und spielen wie 18 weitere Künstler in der Hauptrunde in zehn Stadtteilkulturzentren im K.-o.-System gegeneinander. Erstmals dabei ist das Kulturhaus III&70: In der Schanze treffen sich der Berliner Comedian Ingmar Stadelmann und "Der Tod", unter dessen Kutte mit Absalom Reichardt einer von insgesamt neun Hauptstadtkünstlern steckt. Die schnelle Nummer wie im Fernsehen oder in Mix-Shows zieht in der ersten Runde ebenso wenig wie in den fünf Halbfinals: Jeweils 45 Minuten Repertoire sind gefragt - und die Zuschauer. Ihr Mehrheitsvotum fließt zu einem Drittel in die Jurywertung ein. Auch Kabarett-Zauberer Marcel Kösling aus Itzstedt, einziger Starter aus der Metropolregion Hamburg, muss in Dulsberg im Duell mit dem Musik-Comedy-Duo Evi und das Tier damit leben.

Doch egal, wer den Kürzeren zieht: Alle 15 Gestrauchelten können "Die zweite Chance" am Sonntag im Schmidt nutzen. Um die Show aufzuwerten, kommt nicht nur ein Lucky Loser ins Finale, sondern erstmals auch der zweitlustigste Verlierer. Die glorreichen sieben dürfen am Montag im Tivoli maximal 15 Minuten Programm zeigen, moderiert vom Comedy-Ehrenpokalpreisträger Sebastian Schnoy.

Der Wettbewerbsinitiator und Hamburger Kabarettist wird anschließend ebenso auf der Freiburger Kulturbörse vertreten sein wie erstmals die Hamburger Comedy-Pokalmacher Rautenberg und Petra Niemeyer. Dort können sie dann mal ganz entspannt zuschauen und schon nach Teilnehmern für 2014 Ausschau halten.

11. Hamburger Comedy Pokal, Hauptrunde Fr 25.1., jeweils 20.00, Brakula, Bramfelder Chaussee 265; Eidelstedter Bürgerhaus, Alte Elbgaustr. 12 (ausverkauft); ella Kulturhaus, Käkenflur 30 (ausverkauft); Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9; Haus Drei, Hospitalstr. 107; Kulturhof Dulsberg, Alter Teichweg 200; Kulturpalast Billstedt, Öjendorfer Weg 30a; Lola Bergedorf, Lohbrügger Landstr. 8; Kulturhaus III & 70; Schulterblatt 73; Zinnschmelze, Maurienstr. 19. Halbfinale Sa 26.1., 20.00, Brakula (ausverkauft), Goldbekhaus, Haus Drei, Lola und Zinnschmelze; Eintritt jeweils 12,- bis 16,-. "Die zweite Chance Show" So 27.1., 19.00, Schmidt, Spielbudenplatz 24, Karten ab 18,50: T. 31 77 88 99; Finale Mo 28.1., 20.00, Tivoli, ausverkauft!; www.hamburgercomedypokal.de

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