16.01.13

Lübeck

Neues Museumsquartier – Weltkulturerbe von innen

Aus dem St. Annen-Museum und der Kunsthalle St. Annen in Lübeck wird ein Museumsquartier, das sich auch inhaltlich neu ausrichten will.

Foto: dpa
Museumsquartier
Das St. Annen Museum und die Kunsthalle St. Annen werden zum neuen Museumsquartier

Lübeck. Ein neu formiertes Museumsquartier zeigt das Weltkulturerbe Lübeck von innen. Im Aegidien-Quartier in der Lübecker Altstadt wird am Wochenende das neue Museumsquartier St. Annen eröffnet. Es vereint das St. Annen-Museum und die Kunsthalle St. Annen zu einem knapp 9000 Quadratmeter großen Komplex, der einen Häuserblock samt Höfen, Gängen und Gärten umfasst. Gezeigt werden soll nach Angaben der Kulturstiftung der Hansestadt Lübeck das Leben im historischen Lübeck mit allem, was dazugehört – von der sakralen Kunst über die Wohnkultur bis zur Moderne. Eröffnet wird das Museumsquartier am Sonnabend mit geladenen Gästen, für die Öffentlichkeit ist es von Sonntag an zugänglich.

Beide Häuser sind als Ausstellungsorte schon lange etabliert. Das St. Annen-Museum wurde bereits 1915 in den Räumen eines ehemaligen Klosters eröffnet, die Kunsthalle St. Annen wurde 2003 auf den Grundmauern der 1843 niedergebrannten Klosterkirche erbaut. Der neue Name und ein neues Ausstellungskonzept sollen jetzt das Viertel im Südosten der Altstadt und die Kunstschätze in den Museen stärker in den Blickpunkt rücken. "Wir wollen das Quartier für ein großes Publikum attraktiv machen und einen Blick in des Innere des Weltkulturerbes ermöglichen", sagte der Leitende Direktor der Lübecker Museen, Hans Wißkirchen.

Glaube, Bürgerliche Kultur und Moderne Kunst sind die großen Themen des Museumsquartiers. Im Kreuzgang und den angrenzenden Räumen des 1515 erbauten St. Annen-Klosters sind mittelalterliche Altäre und andere sakrale Kunstwerke zu sehen, darunter der Passionsaltar des flämischen Malers Hans Memling aus dem Jahr 1491. Lübecks Kulturgeschichte vom späten Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert ist in 25 Räumen im Obergeschoss dargestellt. Hier zeigen Möbel, Porzellan, Silber, Musikinstrumente und komplette Zimmerausstattungen, wie Bürger verschiedener Schichten lebten, arbeiteten und feierten.

Neu sind unter anderem ein rund 200 Quadratmeter großes Kindermuseum und ein Multimedia-Raum, in dem Besucher Lübecks Stadtgeschichte interaktiv erleben können. Die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts wird weiterhin ihren Platz in der Kunsthalle St. Annen haben. Mit dem Museumsquartier soll nach Angaben der Kulturstiftung der Hansestadt Lübeck auch ein Gegengewicht zum Europäischen Hansemuseum gesetzt werden, das derzeit im Nordwesten der Altstadt entsteht. "Das Hansemuseum bietet den Blick von außen, das Museumsquartier den Blick ins Innere", sagte Kultursenatorin Annette Borns (SPD).

(dpa)
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