24.12.12

Kinostart 27.12.2012 "Red Dawn": Die Bösen kommen aus Nordkorea

Kinostarts - "Red Dawn"

Foto: dpa

Kinostarts - "Red Dawn"

Auch der Hollywoodglanz des Namens von Tom Cruise Sohn Connor kann das Remake des Kalter-Kriegsfilms aus den 80er-Jahren nicht retten.

Schon erste Ankündigungen des Filmprojekts "Red Dawn" führten 2008 direkt zu diplomatischen Verstimmungen. Von einem chinesischen Militärschlag auf die USA solle das Werk handeln. Chinas Medien liefen daraufhin Sturm und beklagten eine Dämonisierung ihres Landes. Und so wurde die chinesische Armee im Film zur nordkoreanischen umfunktioniert - vor allem, um den großen Kinomarkt Chinas nicht zu verlieren.

Nordkoreaner sind also nun die Bösen in "Red Dawn" und greifen die Stadt Spokane im US-Bundesstaat Washington an - aus auch nach 93 Minuten noch immer nicht ganz verständlichen Motiven. Der Football-Quarterback Matt (Josh Peck) erkennt die Gefahr frühzeitig und organisiert gemeinsam mit Freunden den bewaffneten Widerstand - auch um seine Freundin Erica (Isabel Lucas) aus den Fängen der feindlichen Angreifer zu befreien.

"Red Dawn" ist die neue Version eines gleichnamigen US-Films aus dem Jahr 1984, der in Deutschland unter dem Titel "Die rote Flut" und unter heftigen Protesten von Friedensaktivisten in die Kinos kam. Mitten im Kalten Krieg griffen damals russische Truppen auf der Leinwand die USA an. Diesmal zieht vor allem Connor Cruise, der Adoptiv-Sohn aus der 2001 geschiedenen Ehe des Hollywood-Paares Tom Cruise und Nicole Kidman, viel Aufmerksamkeit auf sich. Cruise spielt in "Red Dawn" die Nebenrolle des Widerstandskämpfers Daryl Jenkins.

Aber auch der Hollywood-Glanz, den sein Name beisteuert, kann den Debüt-Film von Regisseur Dan Bradley nicht retten.

Bewertung: belanglos

"Red Dawn" USA 2012, 93 Minuten, ab 16 Jahren, R: Dan Bradley, D: Chris Hemsworth, Josh Peck, Adrianne Palicki; www.reddawn-derfilm.de