13.12.12

Trauer Hamburger Kammersänger Toni Blankenheim ist tot

Hamburg State Opera Company

Foto: pa/United Archiv/United Archives

Hamburg State Opera Company

Blankenheim gehörte fast vier Jahrzehnte dem Ensemble der Hamburger Staatsoper an. Er starb kurz vor seinem 91. Geburtstag.

Hamburg. Kurz vor seinem 91. Geburtstag ist der Hamburger Kammersänger Toni Blankenheim gestorben. Der Bassbariton war 38 Jahre lang Mitglied im Ensemble der Staatsoper Hamburg. "Die Staatsoper trauert um einen großen Sänger, der viele Jahre das künstlerische Profil des Opernhauses mitprägte", teilte die Staatsoper am Donnerstag in Hamburg mit. 1950 wurde der in Köln geborene Sänger an die Dammtorstraße engagiert und war hier einer der meistbeschäftigten, bekanntesten und beliebtesten Ensemblemitglieder. Einen überragenden Erfolg konnte er als Wozzeck verbuchen sowie als Beckmesser in Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg".

In den 1950er und 60er Jahren wirkte er auch in zahlreichen Uraufführungen und Hamburger Erstaufführungen mit, darunter "Die Heirat" von Bohuslav Martinu, "Der Prinz von Homburg" von Hans Werner Henze und "Der goldene Bock" von Ernst Krenek. Von 1954 bis 1960 sang Blankenheim bei den Bayreuther Festspielen Partien wie Beckmesser und Klingsor. Zahlreiche Gastauftritte machten den Sänger auch international bekannt. Gute Kritiken erhielt er auch für seinen Auftritt als Göttervater Jupiter 1971 in der legendären Inszenierung der komischen Oper "Orpheus in der Unterwelt" mit Liselotte Pulver als Öffentliche Meinung, Inge Meysel als Juno und Theo Lingen als Hans Styx.