07.12.12

Stellenabbau

ZDF spart und reduziert Personal – Jugendkanal "voreilig"

Der Mainzer Sender wird innerhalb von vier Jahren bis zu 400 Stellen abbauen. Die Einnahmen werden nächstes Jahr sinken.

Foto: DAPD
Mehr als 2,3 Millionen Euro Spendenzusagen bei ZDF-Gala
Mehr als 2,3 Millionen Euro Spendenzusagen sind am Donnerstag bis Mitternacht bei der ZDF-Gala "Die schoensten Weihnachts-Hits" eingegangen.

Berlin/Mainz. Beim ZDF sind Sparen und Personalabbau angesagt: Der Mainzer Sender rechnet für das kommende Jahr mit geringeren Einnahmen aus Gebühren und Werbung – die betragen nach ZDF-Auskunft exakt 2,010 Milliarden Euro. Die Werbeerlöse gingen "wegen der fehlenden Sportgroßereignisse" zurück. Auch "die neue gesetzliche Beschränkung für das Sponsoring" schlage sich nieder, erläuterte Intendant Thomas Bellut am Freitag vor dem Fernsehrat.

Bellut sprach von einem "planerischen Defizit" von gut 14 Millionen Euro fürs kommende Jahr. Das ZDF bleibe "trotz der engeren Finanzplanung mit einem Budget von 515 Millionen Euro der größte einzelne Auftraggeber für die deutschen Produzenten". Im Bereich Kulturfernsehen investiere der Sender im kommenden Jahr rund 170 Millionen Euro.

Der Intendant bestätigte, dass der Sender vor dem Jahr 2016 bis zu 400 Stellen abbauen werde, um Personalkosten in Höhe von 75 Millionen Euro einzusparen. Das ist eine Vorgabe der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Beinahe 200 der Stellen seien bereits jetzt durch Einsparungen und Verrentungen einkalkuliert. Der Sender werde den bestehenden Einstellungsstopp zum 1. April 2013 daher schrittweise aufheben. Eine Gefahr bestehe dennoch darin, dass viel junges Personal gehen müsse, was gerade angesichts des anstehenden Verjüngungskurses bedauerlich sei.

Den Absichten der ARD, gemeinsam mit dem ZDF einen Jugendkanal zu gründen, begegnete Bellut sehr distanziert. Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Peter Boudgoust, hatte vor zwei Wochen angedeutet, dass ein neuer Sender fürs das Zielpublikum zwischen 14 und 29 Jahren in sechs bis neun Monaten starten könne. "Das scheint mir voreilig", sagte Bellut. Das ZDF werde die Gespräche mit der ARD zu diesem Thema nicht vor dem kommenden März aufnehmen können.

Ein Konzept müsse her, und die Kosten eines neuen Kanals dürften bei jährlich 50 Millionen Euro liegen. Bellut: "Wir können nicht sagen: Wir müssen sparen und abbauen und dann auf der anderen Seite, etwas Neues aufbauen." Wenn ein spezielles Angebot für junge Menschen aufgebaut werden solle, müsse es bei solch einer dieser Dimension "von den Bundesländern gesetzlich beauftragt und von der KEF mit seinem Personal- und Finanzbedarf anerkannt sein."

(dpa)
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