30.11.12

Deutschland-Premiere

Der Tumble Circus hängt in den Fliegenden Bauten in der Luft

Der britisch-schwedische Comedy-Zirkus mit Ken Fanning und Tina Segner gefiel beim Debüt im Zelttheater mehr mit Luftakrobatik als mit Komik.

Von Stefan Reckziegel
Foto: Tumble Circus
Tumble Circus in den Fliegenden Bauten
Der Tumble Circus gastiert in den Fliegenden Bauten

Hamburg. Am Ende gab es noch eine Kissenschlacht. Ken Fanning und Tina Segner bewarfen nicht nur sich, sondern auch die Zuschauer. Und die warfen zurück, ohne den Beifall zu vergessen. War ja nur Spaß, den die unter dem Namen Tumble Circus fallenden und turnenden zwei Akrobaten gut eineinhalb Stunden lang über ihrem weißem Bett und drumherum getrieben hatten.

Der Brite Fanning und seine schwedische Partnerin erzählten bei der Deutschland-Premiere ihres Programms "This is what we do for a living" in den zu zwei Dritteln gefüllten Fliegenden Bauten ihre Liebes- und Lebensgeschichte. In einer Rückschau, wie sie sich vor 17 Jahren im nordirischen Belfast kennengelernt haben, dargestellt mit den Mitteln des Zirkus und Slapstick-Einlagen. Da fielen die Keulen bei der Jonglage bewusst auf den Boden, da kletterte und hing Fanning, auch "Michael Flatley of the air" genannt, zum Liebesklassiker "Je t'aime" gleich dreimal am Seil, um mit jeweils einer Blume im Maul als Rosenkavalier wieder herunterzukommen. Derweil die blonde Tina in der Luft längst in ein rotes Kleidchen geschlüpft war.

Dieses Dress wechselte beim Vertikalkraftakt der beiden Artisten unvermittelt den Besitzer, doch blieben insbesondere am Boden weitere Überraschungsmomente und originelle Slapstick-Einlagen wie die blonde Schwedin als Unterfrau für den kräftigen Briten die Ausnahme. Der zeigte unterm weißen Netzhemd sogar seinen Bauchansatz. Zündende Komik entwickelte sich daraus ebensowenig wie beim Partnerzoff auf Englisch, immer wieder unterbrochen von deutschen Erklärungen vom Band über den Lebensweg der Protagonisten. Auch das Babyglück, dargestellt mit einem Kissen, blieb eine schwere Geburt.

Letztlich wirkte der Tumble Circus wie eine Sparversion des Neuen Zirkus, den die Fliegenden Bauten in der Vergangenheit schon mit originelleren Ensembles in Hamburg präsentiert haben. Darüber konnte auch die finale und sprichwörtlich stärkste Duonummer am Trapez nicht hinwegtäuschen.

Zu erleben noch bis zum 12.12. unter dem Dach des Zelttheaters.

Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Top Bildergalerien mehr

Kate, William und George besuchen Australien

Rotherbaum

Gas-Alarm am Mittelweg

Billstedt

MEK-Einsatz in Mümmelmannsberg

Champions League

Überlegene Bayern verlieren bei Real Madrid

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr