Medien-Macher
Monica Lierhaus klagt gegen die "Mopo"
Monica Lierhaus liefert sich eine juristische Auseinandersetzung mit der "Hamburger Morgenpost".
Foto: Axel Springer AG
Die Moderatorin, die vor Gericht von dem Presserechtler Matthias Prinz vertreten wird, wirft dem Boulevardblatt vor, zu detailliert über ihren Gesundheitszustand berichtet zu haben. In einem vorangegangenen Fall hatte die Pressekammer des Hamburger Landgerichts der "Mopo" bereits untersagt, bestimmte Äußerungen zu Lierhaus' gesundheitlicher Verfassung zu wiederholen.
Am Freitag ging es in erster Linie um ein Interview mit einem Mediziner, das Prinz ebenfalls nicht mehr veröffentlicht sehen will. Er hat vor, für seine Mandantin ein "exorbitantes Schmerzensgeld" zu erstreiten.
Lierhaus klagt auch gegen "Mopo"-Reporter Thomas Hirschbiegel, der laut Autorenzeile Urheber der strittigen Texte ist. Der Journalist bestritt aber in einer eidesstattlichen Erklärung seine Autorschaft. Prinz zog daraufhin seinen Antrag gegen Hirschbiegel zurück, obwohl er dessen Erklärung kaum Glauben schenken wollte. "Ich erlebe es nun schon zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen, dass ein Journalist der "Morgenpost" per eidesstattlicher Versicherung behauptet, er habe einen Artikel, unter dem sein Name steht, nicht geschrieben", sagte er.
Wann Lierhaus, die zur Verhandlung nicht erschienen war, wieder arbeiten kann, ist nach wie vor offen. Noch im Februar hatte NDR-Programmdirektor Frank Beckmann den Eindruck erweckt, sie würde bereits den am 2. August startenden neuen "Sportclub" im NDR-Fernsehen moderieren.
Auf den aktuellen Moderationslisten des Senders stehen aber nur Gerhard Delling und Reinhold Beckmann. Bis vor Kurzem war hier auch Jörg Pilawa verzeichnet. Nun heißt es in einem internen Papier, ob auch Pilawa moderieren werde, entscheide sich Ende Mai. Der Moderator führt Gespräche mit dem ZDF, das ihn gern als Nachfolger von Johannes B. Kerner (der zum Privatsender Sat.1 wechselt)verpflichten würde.
Das Kölner Zeitungshaus M. DuMont Schauberg ("Kölner Stadtanzeiger", "Frankfurter Rundschau", "Berliner Zeitung"), zu dem auch die "Hamburger Morgenpost" gehört, will Mitarbeitern am Standort Köln eine Trennung schmackhaft machen. Ihnen wird eine Abfindung mit einem Sockelbetrag von 65 000 Euro angeboten. Hinzu kommen pro Beschäftigungsjahr 2000 Euro sowie 1500 Euro für jedes Lebensjahr jenseits der 35. Der Verlag bietet auch Teilzeitarbeit und Sabbatjahre an. Gegenüber Mitarbeitern der "Berliner Zeitung" sagte Vorstand Konstantin Neven DuMont zudem, dass es einen Einstellungsstopp gebe.
Begründet werden all diese Maßnahmen im Mitarbeiterblatt "DuMont Depesche" mit einem Rückgang der "Anzeigen- und Beilagenumsätze um rund 20 Prozent" allein in den ersten Monaten dieses Jahres.
In schweren Zeiten wagt sich der Klambt Verlag ("OK!", "In") an ein neues Zeitschriftenprojekt. In Hamburg entwickelt "OK!"-Chefredakteur Klaus Dahm eine deutsche Ausgabe der italienischen Frauenzeitschrift "Grazia".
Verleger Lars Rose bestätigt, dass Dahm an einem neuen Titel arbeitet. Er mag dessen Namen jedoch nicht nennen.
Entlastung bekommt der viel beschäftigte Marketing-Vorstand der Sendergruppe ProSiebenSat.1, Klaus-Peter Schulz, der auch noch Chef des hauseigenen Vermarkters Seven One Media ist. Offenbar soll ihn auf diesem Posten Alexander Duphorn ablösen, der bisher dem MTV-Vermarkter Viacom Brand Solutions vorsteht.





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